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2tkrieg 1941Der 2. WeltkriegQuelle: DIGITALPUBLISHING CD-ROM: Der 2. Weltkrieg1941Zurück zur AuswahlZurück zur Startseite01.01.1941 Spanien stellt "Blaue Division" auf Für den Krieg der Achsenmächte gegen die Sowjetunion stellte die Regierung Spaniens im April 1941 aus Freiwilligen die 50.000 Mann starke Blaue Division auf. Franco wollte sich damit für die Unterstützung seiner Truppen durch Deutschland und Italien im spanischen Bürgerkrieg erkenntlich zeigen. Darüber hinaus verweigerte der spanische Diktator jedoch ein weitergehendes Engagement auf der Seite der Achsenmächte. Sein Land wolle während der kommenden Auseinandersetzung neutral bleiben. Großbritannien und die USA hatten kurz nach Kriegsausbruch die spanische Neutralität anerkannt. Erst als sich die Niederlage der Deutschen und Italiener an der Ostfront deutlich abzuzeichnen begann, rief Franco im Oktober 1943 die Reste der Blauen Division zurück. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 05.01.1941 Alliierte besiegen Italiener in Libyen Am 5. Januar 1941 besetzte die aus Ägypten vorrückende 6. australische Division der Nilarmee die libysche Stadt Bardia wenige Kilometer hinter der Grenze. Die Einnahme der Stadt bedeutete für die italienische Armee, die im August des Vorjahres bis ins ägyptische Sidi Barrani vorgerückt war, eine entscheidende Niederlage. Seit Anfang Dezember befanden sich die Truppen auf dem Rückzug vor den starken alliierten Verbänden von General Archibald Wavell, die schon am 13. dieses Monats die libysche Grenze überschritten hatten. Die Schlacht um Bardia dauerte zwei Tage, 40.000 Soldaten der vier verteidigenden Divisionen ergaben sich der britischen Übermacht. Derweil rückte die 7. Panzerdivision auf das südlich von Tobruk gelegene El Adem vor, der Angriff auf Tobruk selbst wurde am 22. Januar abgeschlossen. Überfallartig nahmen die Panzerverbände Stadt um Stadt ein: Derna fiel am 30. Januar, Cyrene am 2. Februar. Der italienische Marschall Rodolfo Graziani befahl die Räumung der Cyrenaika und den Rückzug seiner Truppen etwa bis Syrte. Einen Tag später verlegte er sein Hauptquartier von Bengasi nach Tripolis. General Richard OConnor reagierte auf den italienischen Rückzug mit dem sofortigen Vorstoß seiner 7. Panzerdivison über Msus auf Soluch, um der fliehenden 10. italienischen Armee den Weg abzuschneiden. Am 5. Februar erreichten seine Truppen die Küstenstraße bei Antelat und schnitten den Italienern den Weg nach Westen ab. Zwanzigtausend Soldaten des italienischen Generals Tellera gerieten in Gefangenschaft, während die Briten die Verfolgung der Reste der italienischen Armee aufnahmen. In El Agheila endete der britische Vorstoß nach Libyen. Innerhalb von 2 Monaten waren die Briten fast 1.000 Kilometer vorangekommen und hatten zehn italienische Divisionen vernichtet. Insgesamt hatten sich 130.000 Italiener ergeben müssen. Der Krieg für Hitlers Verbündeten Mussolini in Nordafrika schien ohne Verstärkung durch deutsche Truppen endgültig verloren. Ähnlich erfolgreich gingen die Briten und ihre Verbündeten auch in Ostafrika gegen die italienischen Besatzer vor: Im Mai 1941 kapitulierten die Italiener in Äthiopien. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 06.01.1941 Roosevelt verkündet die "Vier Freiheiten" In einer Botschaft an den Kongress verkündete US-Präsident Franklin D. Roosevelt am 16. Januar 1941 seine Entschlossenheit, den Faschismus zu bekämpfen. Er bezog sich in seiner Rede auf die Vier Freiheiten: Die erste bezog sich auf die freie Rede- und Meinungsäußerung. Die zweite Freiheit sei die eines jeden, Gott auf seine Weise zu dienen. Die dritte Freiheit solle ein Leben frei von Not gewährleisten, und die vierte Freiheit sei die Freiheit von Furcht vor gewaltsamen territorialen Veränderungen und solle durch weltweite Abrüstung erzielt werden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 09.01.1941 Deutsche Luftwaffe verstärkt Angriffe auf England Am 9. Januar 1941 starteten 210 Kampfflugzeuge von deutschen Stützpunkten in Frankreich, Belgien und den Niederlanden zu einem neuerlichen Großangriff auf britische Städte. Schon während der vorangegangenen Tage waren Cardiff, Bristol und Avonmouth Ziele deutscher Angriffe gewesen. Dieses Mal entlud etwa ein Drittel der Maschinen seine Bomben über London, das auch während der nächsten Tage mehrfach unter Fliegerangriffen zu leiden hatte. Die übrigen Maschinen nahmen Kurs auf Manchester und warfen dort insgesamt 111 Tonnen Bombenmaterial ab. Obwohl die Schlacht um England bereits im September 1940 entschieden worden war und seitdem die Unmöglichkeit einer deutschen Landung auf der britischen Insel feststand, setzte die deutsche Luftwaffe auch nach dem Jahreswechsel ihre Angriffe auf englischen Städte fort. Nach wie vor setzte sie auf die demoralisierende Wirkung der Flächenbombardements auf die Bevölkerung. Doch selbst der schlimmste Luftangriff des Vorjahres, bei dem im November die Industriestadt Coventry nahezu vollständig zerstört worden war, hatte die Moral der Zivilbevölkerung nicht brechen können. Der permanente Beschuss der letzten Monate war für die Bevölkerung Londons schon fast zur Routine geworden. Wie selbstverständlich und mit kaum erkennbarer Eile begaben sich die Stadtbewohner bei Fliegeralarm in die Luftschutzräume und U-Bahnschächte. Anfang Februar ordnete Hitler mit der Weisung Nr.23 die Verlagerung der deutschen Angriffe an. Künftig sollten nicht mehr Wohngebiete, sondern in erster Linie Schiffe, Hafenanlagen und Rüstungsbetriebe Ziel der Bombardements sein. Nachdem die Royal Air Force bereits im August 1940 als Vergeltung für die Angriffe auf London Berlin beschossen hatte, sich aber ansonsten eher defensiv verhielt, intensivierte sie im Verlaufe des Jahres 1941 die Angriffe auf Ziele im Reich. Ziel der Air Force waren zunächst Industrie- und Rüstungsbetriebe. Gleichzeitig ging die Zahl der deutschen Angriffe allmählich zurück, da die Planungen für den Angriff auf die Sowjetunion die Verlegung eines Teils der Luftwaffe nach Osten erforderte. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 24.01.1941 Haile Selassi kehrt zurück Am 24. Januar 1941 kehrte der ehemalige äthiopische Kaiser Haile Selassi in seine Heimat zurück. Der Monarch hatte sein Land nach dem Überfall durch italienische Truppen 1936 verlassen und war nach Großbritannien ins Exil gegangen. Die in Afrika befindlichen italienischen Truppen hatten nach dem Blitzkrieg Deutschlands gegen Frankreich im Sommer 1940 eine breitangelegte Offensive begonnen. Mussolini versuchte auf diese Weise, seinem Land unabhängig von den Erfolgen des Achsenpartners eigene militärische Erfolge zu sichern. Die italienische Expansion beschränkte sich im Osten auf Gebietsgewinne in Britisch-Somaliland und im Norden auf die kurzzeitige Besetzung einiger Hafenstädte an der ägyptischen Küste. Parallel zu ihrer Gegenoffensive in Nordafrika im Dezember 1940 begannen die Engländer nach dem Jahreswechsel auch im Osten Afrikas mit der Zurückdrängung der Italiener, und ebenso wie in Libyen erzielten sie auch hier schnelle Erfolge. Schon im Mai kapitulierten die Truppen des Herzogs von Aosta, einige letzte Einheiten konnten sich bei Gondar noch bis November halten. Bereits im Januar begann sich die Überlegenheit der britischen Truppen abzuzeichnen, so dass der ehemalige äthiopische Kaiser auf Anraten der britischen Regierung die Rückkehr wagte. In Addis Abeba angekommen übernahm Haile Selassi den Oberbefehl über die äthiopische Armee. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 04.02.1941 "Gneisenau" und "Scharnhorst" verschärfen Handelskrieg Am 4. Februar gelang es zwei Schlachtschiffen der deutschen Kriegsmarine, unbemerkt von der britischen Flotte die Dänemarkstraße zwischen Island und Grönland zu durchbrechen und in den offenen Atlantik vorzustoßen. Die Gneisenau und die Scharnhorst griffen nun in den Seekrieg gegen Großbritannien ein und brachten während der nächsten zwölf Monate den britischen Nachschubkonvois schwerste Verluste bei. Schon am 22. Februar versenkten die beiden Schiffe südlich von Neufundland fünf Frachter eines Konvois mit mehr als 25.000 Bruttoregistertonnen (BRT). Die Tonnage der von der U-Bootflotte versenkten Handelsschiffe im Februar lag bei 208.000 BRT. Seit Kriegsbeginn hatte die deutsche Marine neben britischen Kriegsschiffen und Häfen auch Handelsschiffe des Gegners auf dem Atlantik beschossen. Eine wichtige Rolle fiel hierbei der U-Boot-Waffe zu. Schwerpunkt der Kämpfe war bis Anfang 1941 der Atlantik westlich der britischen Inseln. Die Verstärkung durch die Gneisenau und Scharnhorst brachte der Reichsmarine beeindruckende Erfolge. Mit der Versenkung der Bismarck im Mai 1941 wurde jedoch die Überlegenheit der Briten deutlich. Eine weitere Verschlechterung der Lage bedeutete der Kriegseintritt der USA, deren Marine bereits im September die Bewachung der Schiffkonvois übernommen hatte: Die beiden Schlachtschiffe wurden schließlich im Februar 1942 nach Wilhemshaven zurückbeordert. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 25.02.1941 Briten erobern Mogadischu Mit der Eroberung der Hauptstadt Italienisch-Somalilands, Mogadischu, gelang der britischen Armee in Ostafrika am 25. Februar 1941 ein wichtiger Erfolg gegen die italienischen Besatzer. Die 255.000 Mann starke Armee des seit 1937 amtierenden italienischen Vizekönig von Abessinien, Amadeo Herzog von Aosta, war im August 1940 in das Land einmarschiert. Nur vier Monate konnte sie sich dort halten, dann zeigte sich auch hier die Überlegenheit der britischen Truppen: binnen weniger Wochen wurden die Invasoren aus Somaliland verdrängt. Im Mai erfolgte dann auch die offizielle Kapitulation der Italiener in Äthiopien. Das nahende Ende der italienischen Großmachtträume wurde immer deutlicher sichtbar, Italiens Pläne, einen Parallelkrieg zu den deutschen Eroberungen in Europa zu führen, standen vor dem Scheitern. Neue Hoffnung erhielten die italienischen Truppen in Afrika im Februar durch die Aufstellung des deutschen Afrikakorps unter Generalleutnant Erwin Rommel. Dessen erfolgreicher Vormarsch nach Ägypten berührte das Geschick Äthiopiens jedoch nicht mehr, der Traum eines italienischen Imperio in Abessinien war endgültig ausgeträumt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11.03.1941 "Leih- und Pachtgesetz" verabschiedet Am 11. März 1941 verabschiedete der amerikanische Kongress das Leih- und Pacht-Gesetz. Damit formierten sich Großbritannien und die USA zum entschlossenen Widerstand gegen Deutschland. Das Gesetz gab Präsident Roosevelt die Möglichkeit, Hilfslieferungen der Rüstungs- und Wirtschaftsgroßmacht USA (als Arsenal der Demokratien) an alle Gegner der Aggressoren einzuleiten, wenn es der Sicherheit der USA diente. Das Gesetz kam in erster Linie dem bedrängten Großbritannien zugute. Das Inkrafttreten des Lend-and-Lease-Acts bedeutete nicht den Eintritt der USA in den Krieg, formell diente er lediglich den amerikanischen Sicherheitsinteressen. In der US-Bevölkerung und im Kongress war das Gesetz umstritten; die Mehrheit der Amerikaner befürwortete jedoch schließlich die Vorlage, sprach sich jedoch gleichzeitig für die Beibehaltung der Neutralität ihres Landes aus. Am 27. März 1941 wurde dann als Ergebnis von zweimonatigen gemeinsamen amerikanisch-britischen Besprechungen in Washington die Kooperation der beiden Mächte festgelegt und darin Übereinstimmung erzielt, dass alle Anstrengungen sich zuerst auf die Niederwerfung Deutschlands konzentrieren sollten. Dieser Vorgang zeigte, dass die USA wie Großbritannien entschlossen waren, den Kampf gegen Hitler auch ohne die Sowjetunion zu führen, die immer noch nominell mit Deutschland verbündet war. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 06.04.1941 Wehrmacht marschiert in Jugoslawien ein Am 6. April 1941 um 5.15 Uhr begannen deutsche Truppen den erwarteten Angriff auf Jugoslawien. Von Österreich, Ungarn und Bulgarien rückten Truppenverbände der Wehrmacht und ihrer Verbündeten in den Vielvölkerstaat ein. Belgrad wurde von der Luftwaffe im Unternehmen Strafgericht schwer bombardiert, das durch Minderheitenprobleme belastete jugoslawische Heer wurde überrannt. Schon am 10. April wurde in Zagreb ein Unabhängiger Staat Kroatien proklamiert, dessen Führung der Kopf der rechtsradikalen Ustascha-Bewegung, Ante Pavelic, übernahm. Ab Anfang Mai wurde Jugoslawien in deutsche und italienische Besatzungszonen eingeteilt, der neue Dreibundpartner Bulgarien rückte nach Abschluss der Kämpfe in Mazedonien ein. Der jugoslawische König Peter II. flüchtete daraufhin nach London und bildete dort eine Exilregierung. Ministerpräsident Simovic entkam über Montenegro nach Ägypten, während am 17. April seine Vertreter in Belgrad die Kapitulation der jugoslawischen Armee unterzeichenten und etwa 330.000 jugoslawische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten. Am 25. März 1941 hatte der damalige jugoslawische Ministerpräsident Dragisa Cvetkovic die Beitrittsurkunde seines Landes zum Dreimächtepakt unterschrieben. Doch schon zwei Tage später wurde die Regierung durch einen Staatsstreich des Generals Dusan Simovic gestürzt. Die neue Regierung lehnte den Pakt mit Hitler strikt ab. Dieser befahl nun, gleichzeitig zum bereits seit längerem feststehenden Angriff auf Griechenland, auch die Zerschlagung Jugoslawiens, militärisch und als Staatsgebilde. Der ursprünglich für Mai vorgesehene Angriff auf die UdSSR wurde wegen der unvorhergesehenen Entwicklung auf dem Balkan verschoben. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 13.04.1941 Japan und UdSSR vereinbaren gegenseitige Neutralität Am 13. April 1941 unterzeichneten in Moskau der japanische Außenminister Josuke Matsuoka und der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow einen auf fünf Jahre abgeschlossenen japanisch-sowjetischen Neutralitätsvertrag. In diesem Pakt erkannten beide Staaten die Vorherrschaft Japans in Mandschuko und der Sowjetunion in der Mongolischen Volksrepublik an. Auch nach Beginn des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 hielt die Regierung Konoye mit Ausnahme von Außenminister Matsuoka, der für eine Teilnahme am Kampf gegen die Sowjetunion plädierte, an dem Vertrag fest und trat nicht in den Krieg gegen die UdSSR ein. Stattdessen konzentrierten sich die japanischen Pläne auf den pazifischen Raum. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 02.06.1941 Kronrat beschließt die Besetzung Südindochinas Der japanische Kronrat unter Kaiser Hirohito beschloss am 2. Juli 1941, auch auf die Gefahr eines Krieges gegen die USA und Großbritannien hin, Südindochina zu besetzen. Bereits im April war Japan mit den USA in Geheimverhandlungen getreten mit dem Ziel, ein Arrangement auf der Basis einer japanischen Vorherrschaft in Südostasien und die Anerkennung der bisherigen Eroberungen zu erreichen. Diese Verhandlungen wurden auch nach dem Beschluss fortgesetzt. Nach dem Abschluss des Dreimächtepakts und dem Beginn des deutschen Angriff auf die Sowjetunion konnte sich die Tokioter Regierung nun auf ihre Pläne für den pazifischen Raum konzentrieren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 22.06.1941 Deutsche beginnen "Unternehmen Barbarossa" Am 22. Juni 1941 um 3.15 Uhr begann unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa der deutsche Angriff auf die Sowjetunion (vgl. Karte). Die Ziele des Angriffs waren bereits im Dezember 1940 in Hitlers Weisung Nr. 21 an die Wehrmacht festgelegt worden. Zwischen der Ostsee und den Karpaten sowie in Rumänien überschritten mehr als drei Millionen Soldaten die Grenze. Am Krieg gegen die UdSSR waren auf deutscher Seite Italien, Rumänien, die Slowakei, Finnland und Ungarn beteiligt. Als Reaktion auf den Angriff schlossen Großbritannien und die UdSSR am 12. Juli 1941 ein Übereinkommen über das gemeinsame Vorgehen gegen Deutschland. Sie verpflichteten sich darin, keinen Sonderfrieden mit dem Deutschen Reich zu schließen. Am 2. August begannen amerikanische Materiallieferungen an Russland. Die Rote Armee (insgesamt 4,7 Millionen Soldaten, von denen aber nur die Hälfte an der Westgrenze stationiert war) wurde von dem deutschen Überfall taktisch völlig überrascht, ihre Führung gewann erst langsam einen Überblick über das Geschehen, konnte dann jedoch die Mobilisierung und Heranführung der Reserven organisieren. Stalin rief in einer Rede das Volk zum Widerstand gegen die deutschen Eindringlinge auf und verkündete den Großen Vaterländischen Krieg. Der Krieg im Osten war von Hitler als Vernichtungskrieg geplant worden. Mit unvorstellbarer Brutalität gingen die vorrückenden deutschen Truppen gegen die sowjetische Truppen und die Zivilbevölkerung vor. Vom ersten Tag an wurden Dörfer ohne Not zerstört. Besonders die vier SS-Einheiten, die hinter der regulären Armee in die eroberten Gebiete nachrückten, erfüllten die Weisungen Hitlers zur Vernichtung von Kommunisten, Juden und anderen radikalen Elementen mit grausamer Präzision. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 26.06.1941 USA verhängen Ölembargo gegen Japan Am 26. Juni 1941 verhängten die USA ein Ölembargo gegen Japan. Das Embargo traf die japanische Wirtschaft und Militärmaschinerie an ihrer schwächsten Stelle. Die angestrebte Verbindung zu den europäischen Partnern des Dreimächtepakts infolge des Steckenbleibens der deutschen Offensive in Russland kam nicht zustande, so dass auf diesem Wege keine Öltransporte nach Japan möglich waren. Für die japanische Regierung bestand nun die Alternative, entweder politisch vor den USA kapitulieren oder in einer Flucht nach vorn den Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten in Südostasien zu beginnen. Nach dem Regierungswechsel im Oktober unternahm der neue Regierungschef Hideki Tojo noch einen letzten Versuch zu einem Ausgleich mit den USA. Gleichzeitig liefen die Kriegsvorbereitungen auf Hochtouren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 07.07.1941 US-Soldaten landen auf Island US-Präsident Franklin D. Roosevelt gab am 8. Juli 1941 in Washington vor dem Kongress bekannt, dass tags zuvor amerikanische Truppen auf Island gelandet waren. Sie sollten die dort stationierten englischen Truppen ergänzen und möglicherweise ersetzen. Roosevelt erklärte weiter, er habe alle erforderlichen Maßnahmen befohlen, um die Verbindung nach Island zur Versorgung der dort stationierten amerikanischen Soldaten zu sichern. Die Truppen seien ermächtigt, amerikanische und isländische Schiffe gegen Angriffe oder Angriffsdrohungen zu verteidigen. Die Regierung in Reykjavik hatte nach der Besetzung durch britische Truppen eine Übereinkunft mit Roosevelt und dem britischen Premier Winston Churchill getroffen und alle Verbindungen zu dem unter deutscher Besatzung stehenden Dänemark gelöst. Deutschland hatte am 25. März 1941 sein Operationsgebiet für den uneingeschränkten U-Boot-Krieg auf die Gewässer um Island bis an die Westküste Grönlands ausgedehnt. Damit wurde die Sicherung der lebenswichtigen Atlantikroute für die amerikanische Regierung eine Aufgabe erster Priorität. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 12.07.1941 Großbritannien schließt Beistandsabkommen mit UdSSR Am 12. Juli 1941 unterzeichneten Vertreter der sowjetischen und der britischen Regierung in Moskau ein gegenseitiges Beistandsabkommen gegen Deutschland. Der Vertrag schloss auch separate Waffenstillstandsverhandlungen einer der beiden Partner mit dem Dritten Reich aus und wurde am 30. Juli 1941 durch ein sowjetisch-amerikanisches Abkommen zur Lieferung von Kriegsmaterial ergänzt. Die amerikanischen Waffenlieferungen sollten mit Schiffskonvois über den Atlantik die UdSSR direkt erreichen und zusätzlich auf dem Landweg über Persien erfolgen. Um diese Nachschubroute zu öffnen, marschierten alliierte Truppen am 25. August 1941 in das neutrale Persien ein und besetzten das Land nach viertägigen Kämpfen. Nach heftigem Drängen der sowjetischen Regierung erklärte der britische Premierminister Winston Churchill am 6. Dezember den mit Deutschland verbündeten Staaten Ungarn, Finnland und Rumänien den Krieg. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 27.07.1941 Briten verstärken Stützpunkt Malta Nachdem deutsche Schiffe und Flugzeuge während der letzten Monate mehrfach Ziele auf den britischen Mittelmeerstützpunkt Malta bombardiert hatten, verstärkten die Briten im Juli 1941 die Insel. Entlang der Küste und in den Häfen gingen mehrere Kriegsschiffe der königlichen Marine vor Anker. Auch an Land wurden die Verteidigungsanlagen ausgebaut. Die Verstärkung des Stützpunktes hatte allerdings nicht nur defensiven Charakter: durch die Zuspitzung der Lage in Libyen und Ägypten nach der Aufstellung des Afrikakorps im Februar hatte sich der strategische Wert der Insel für beide Seiten deutlich erhöht. Ebenso wie den Deutschen ein zusätzlicher Stützpunkt im Mittelmeer vor allem nach der verlustreichen Landung auf Kreta im Mai einen wichtigen Vorteil gebracht hätte, diente Malta der britischen Marine und Luftwaffe nun verstärkt als Basis für die Angriffe auf die Nachschubkonvois der deutschen Truppen in Nordafrika. Gleichzeitig nutzten die Briten die Insel als Basis für ihre Luftangriffe auf süditalienische Städte. Die massiven Störungen des deutschen Nachschubes trugen im Dezember maßgeblich zur erfolgreichen Zurückdrängung des Afrikakorps nach El Agheila bei (vgl. Karte). Darauf verstärkten die Deutschen ihre Angriffe auf Malta erneut, so dass am 19. Dezember ein erster größerer Konvoi mit Nachschub für die Truppen Generalleutnants Erwin Rommel in Tripolis und Bengasi vor Anker gehen konnten. Rommel nutzte die Verstärkung sofort und befahl im Januar seiner Armee eine zweite Offensive gegen die Briten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 31.07.1941 Systematische Judenvernichtungen in der UdSSR Zwischen dem 17. und 31. Juli 1941 ermordeten Einheiten der Einsatzgruppe D der Sicherheitspolizei bei einem Massaker in Kischinjow über 12.000 Menschen. Diese besonderen Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und der SS wurden hinter der Front eingesetzt, um systematisch kommunistische Funktionäre und die aufgrund ihrer Rassenmerkmale als minderwertig bezeichneten Menschen zu ermorden oder in Konzentrationslager zu transportieren. Mit der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in den eroberten Gebieten war bereits nach dem Überfall auf Polen begonnen worden. Im März 1941 hatte der Oberkommandiere der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, auf der Grundlage der Weisung Nr. 21 des Führers die Richtlinien zur Liquidierung von Juden und politisch Andersdenkenden herausgegeben. Der Befehl sah auch die Vernichtung von Kommunisten, Sinti, Roma und, wie es im nationalsozialistischen Sprachgebrauch hieß, asiatisch-minderwertigen Menschen vor. Bereits Ende August waren über 100.000 Menschen in den neu eroberten Gebieten von SS-Erschießungskommandos ermordet worden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 14.08.1941 Verkündung der Atlantikcharta Am 14. August 1941, noch vor dem Kriegseintritt der USA, verkündeten US-Präsident Franklin Roosevelt und der britische Premier Winston Churchill nach einem Treffen auf den Kriegsschiffen Augusta und Prince of Wales im Nordatlantik vor Neufundland die Atlantik-Charta. Den nationalsozialistischen Zielen eines von Deutschland beherrschten Großraumes, in dem die unterdrückten Völker ohne Anerkennung der Menschenrechte zu Sklaven herabgewürdigt werden sollten, stellten die beiden Staatsmänner die Vision der Einen Welt gegenüber. In einer Acht-Punkte-Erklärung wurden die an den Vier Freiheiten orientierten Kriegsziele der Alliierten zusammengefasst: Unter anderem sollten territoriale Veränderungen ohne Zustimmung der Betroffenen nicht anerkannt werden. Jedes Volk könne die Regierungsform wählen, unter der es leben wolle. Freier Handel und freier Zugang zu den Rohstoffen solle das Wirtschaftsleben bestimmen. Innerhalb ihrer Grenzen sollten alle Menschen in Frieden und Sicherheit, frei von Furcht und wirtschaftlicher Not leben können. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 25.08.1941 Alliierte besetzen den Iran Am 25. August 1941 marschierten von Süden britische und von Norden sowjetische Truppen in den Iran ein. Die Alliierten begründeten diesen Schritt als Präventivmaßnahme gegen einen wahrscheinlich bevorstehenden Einmarsch der Achsenmächte. Gleichzeitig sollten auf diese Weise die gewaltigen Ölvorräte des Landes gesichert und eine neue Nachschubroute für die Waffenlieferungen der Westalliierten an die UdSSR eröffnet werden. Am 28. August mussten die iranischen Truppen kapitulieren. Schah Resa Khan Pahlawi wurde gezwungen, den Thron an seinen Sohn Resa Mohammad Pahlawi abzutreten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 09.09.1941 Briten und Kanadier landen auf Spitzbergen Zusammen mit norwegischen Exiltruppen besetzten Briten und Kanadier am 9. September 1941 die 500 Kilometer westlich von Nordgrönland liegende norwegische Insel Spitzbergen. Die Alliierten wollten mit der Aktion verhindern, dass die Region mit ihren reichen Kohlevorkommen von der deutschen Wehrmacht besetzt wird. Das Unternehmen wurde von der britischen Propaganda als großer Erfolg dargestellt, obwohl auf Spitzbergen keine deutschen Truppen stationiert waren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 07.12.1941 Japanischer Angriff auf Pearl Harbor Der Krieg im Pazifik wurde mit einem Überraschungsschlag japanischer Trägerflugzeuge gegen den Hauptstützpunkt der amerikanischen Pazifikflotte eröffnet. Von sechs japanischen Flugzeugträgern starteten am 6. Dezember 1941 Kampfflugzeuge, um die amerikanische Flotte in Pearl Harbor auf den Hawaii-Inseln anzugreifen. Im Verlauf der Kämpfe wurden fünf amerikanische Schlachtschiffe versenkt, drei weitere schwer beschädigt. Die amerikanischen Flugzeugträger befanden sich zufällig nicht im Hafen. Die amerikanische Regierung rechnete mit einem Angriffsschlag der Japaner, nachdem die Verhandlungen an einem toten Punkt angelangt waren; sie erwartete jedoch nur Landungen auf den Philippinen und in Malaysia, die auch am gleichen Tag noch erfolgten. Der japanische Angriff (vgl. Karte) beendete die bis dahin eher zugunsten der Isolationisten verlaufene öffentliche Diskussion in den USA über eine Beteiligung am europäischen Krieg schlagartig: zwei Tage später befanden sich die Vereinigten Staaten im Kriegszustand mit den Achsenmächten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 08.12.1941 Die USA erklären Kriegseintritt Einen Tag nach dem Angriff auf den amerikanischen Flottenstützpunkt von Pearl Harbour überreichte ein Vertreter der japanischen Regierung in Tokio den Botschaftern der USA, Großbritanniens, Kanadas und Australiens die offiziellen Kriegserklärungen. Am gleichen Tag, dem 8. Dezember 1941, erklärten die USA ihrerseits Japan den Krieg. Das Repräsentantenhaus nahm die Vorlage mit einer Gegenstimme an, der Senat dagegen einstimmig. Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete die Kriegserklärung sofort und ordnete die Generalmobilmachung an. Großbritannien ließ der japanischen Regierung ebenfalls am 8. Dezember eine Kriegserklärung zukommen. In Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Dreimächtepakt folgten Deutschland und Italien am 9. Dezember ihrerseits mit Kriegserklärungen an die USA. Die USA sahen sich gezwungen, gleichzeitig an zwei Fronten Krieg zu führen. Die Regierung Roosevelt ging dabei von dem Grundkonzept aus, Deutschland zuerst zu schlagen: Germany first hieß die Losung. Selbst die spektakulären Erfolge der Japaner im pazifischen Krieg bis Mitte 1942 ließ Washington in dieser Haltung nicht wankend werden. Auch innenpolitisch wurden die Folgen der Kriegserklärung sichtbar: nachdem bereits in den letzten Monaten die Wirtschaft mehr und mehr auf Kriegswirtschaft umgestellt worden war, wurde 1942 die Rüstungsindustrie weiter angekurbelt. Im Mai dieses Jahres wurden alle an der Pazifikküste wohnenden US-Japaner ins Landesinnere umgesiedelt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11.12.1941 Deutschland und Italien erklären USA den Krieg Der deutsche Reichskanzler und Führer Adolf Hitler erklärte am 11. Dezember 1941, zusammen mit Italien, den Vereinigten Staaten den Krieg, obwohl er, gemäß dem im Oktober 1940 mit Japan abgeschlossenen Dreimächtepakt nicht zu diesem Schritt verpflichtet gewesen wäre. Die militärischen Fähigkeiten des japanischen Bundesgenossen schätzte Hitler allerdings recht gering ein und glaubte nicht, dass das Land längere Zeit im Krieg gegen die USA standhalten könne. Die US-Amerikaner sollten dadurch von Anfang an zu einem Krieg auf zwei Ozeanen, Pazifik und Atlantik, gezwungen werden, um die Kräfte des neuen Gegners zu zersplittern. Für US-Präsident Franklin D. Roosevelt galt aber nach wie vor die Devise Deutschland zuerst, so dass die amerikanischen Streitkräfte im Pazifik vorerst nur hinhaltenden Widerstand leisteten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11.12.1941 Mittelamerikanische Staaten erklären Dreibund Krieg Mit dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten am 11. Dezember 1941 wurden auch zahlreiche Staaten Mittelamerikas, die durch Bündnisse mit den USA verbunden waren, in den Krieg hineingezogen, der sich somit endgültig zu einem Weltkrieg ausweitete. Noch am Tag der deutschen Kriegserklärung an die Regierung in Washington erklärten die Staatschefs von Costa Rica, Guatemala und der Dominikanischen Republik den Achsenmächten den Krieg; Kuba, Nicaragua, Haiti, Honduras und El Salvador folgten am nächsten Tag. Nach der Kriegserklärung Panamas am 18. Dezember befand sich bis auf Mexiko ganz Mittelamerika im Kriegszustand mit dem Reich. Die deutsche Kriegsmarine reagierte auf die Kriegserklärung mit der wahllosen Bombardierung von Militär- und Zivilschiffen vor der Küste des amerikanischen Kontinents, so dass auch die Regierung in Mexiko City im Mai 1942 den Krieg erklärte. Nachdem bei den unkontrollierten Attacken auch mehrfach brasilianische Schiffe versenkt worden waren, trat im August nach Bolivien schließlich auch Brasilien als zweites südamerikanisches Land in den Krieg ein. Im Verlauf des Jahres 1943 erklärten Kolumbien und Ecuador dem Reich den Krieg, Peru, Chile, Uruguay, Venezuela und Argentinien traten erst im Verlauf der Schlussoffensive im Februar und März der nunmehr fast weltweiten Allianz gegen Deutschland und Japan bei. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 15.11.1941 Die deutsche Offensive bleibt vor Moskau stecken Nach den Kesselschlachten von Brjansk und Wjasma musste der deutsche Aufmarsch neu organisiert werden. Am 15. November 1941 befahl Adolf Hitler den direkten Angriff auf Moskau. Aber die Rote Armee war nicht geschlagen und noch hochmotiviert. Zudem kam das Wetter den bedrängten Verteidigern Moskaus zu Hilfe. Die herbstlichen Regenfälle verwandelten die unbefestigten russischen Straßen in Morast, in dem die deutschen Fahrzeuge bis zur Achse versanken. Der deutsche Nachschub kam praktisch zum Erliegen. Trotz der Strapazen erreichten erste Wehrmachtsverbände am 2. Dezember die Vororte der sowjetischen Hauptstadt, stießen dort jedoch auf den heftigen Widerstand der Verteidiger. Am 5. und 6. Dezember verstärkten die Sowjets ihre Gegenangriffe. Den besser ausgerüsteten und frischen Truppen aus Sibirien kam in dieser Situtation auch der plötzliche starke Wintereinbruch zu Hilfe, für den die deutschen Truppen nicht ausgerüstet waren. Die Moral der deutschen Angreifer war stark angeschlagen, die Offensive blieb im verminten und stark befestigten Verteidigungsring Moskaus stecken. Hitler befahl in dieser Situation fanatischen Widerstand zu leisten und keinen Fußbreit Boden aufzugeben. Er übernahm am 19. Dezember anstelle von Walther von Brauchitsch den Oberbefehl über das Heer. Auf der anderen Seite intensivierte die Rote Armee ihre Angriffe weiter. Durch Einkesselung einzelner Frontabschnitte und weitere Einbrüche geriet das deutsche Ostheer in eine schwere Krise. Das Scheitern der Blitzkriegstrategie, die im Westen so erfolgreich funktioniert hatte, begann sich abzuzeichnen. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 05.12.1941 Sowjetische Winteroffensive beginnt Am 5. Dezember 1941, wenige Tage vor dem Kriegseintritt der USA, zeichnete sich die Wende an der deutschen Ostfront ab: Die Rote Armee begann eine großangelegte Gegenoffensive. Bei Kalinin, nordwestlich von Moskau, eröffneten Einheiten der sowjetischen Armee den Angriff, einen Tag später nahmen Armeeeinheiten unter General Georgi Schukow die vor Moskau stehenden deutschen Truppen der Heeresgruppe Mitte unter Feuer. Die Schlagkraft der Roten Armee überraschte selbst die sowjetische Führung. Wochenlang hatte die Regierung in Moskau Truppennachschub aus allen Teilen des Sowjetimperiums zusammengezogen. Nachdem durch die japanische Kriegserklärung an die USA die Gefahr eines neuen Krieges an der Ostküste des Reiches praktisch gebannt war, rollte auch der Truppennachschub aus den fernöstlichen Teilen der UdSSR. Schon die Verluste der vergangenen zweieinhalb Wochen hätten von der Wehrmacht als Zeichen dafür gewertet werden müssen, dass das Glück sie verließ. Seit Mitte November hatten die Deutschen vor Moskau 85.000 Soldaten verloren, in etwa genauso viele, wie seit Juni an der gesamten Ostfront umgekommen waren. Anfang Dezember fielen bei einem einzigen Angriff bei Tula weitere 30.000. Die entkräfteten Deutschen, die völlig unzureichend gegen den mit Macht hereingebrochenen russischen Winter ausgerüstet waren, leisteten den sowjetischen Angriffen verzweifelte Gegenwehr. Ausdrücklich hatte Hitler jeden Rückzug untersagt und fanatischen Widerstand gefordert. Dennoch hatte der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Wilhelm Ritter von Leeb, am 7. Dezember den Befehl zum Teilrückzug der 16. Armee bei Cholm und Demjansk gegeben. Am 15. Januar musste er deswegen zurücktreten. Schon bevor Mitte Dezember Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch das Oberkommando über das Heer abgab, das dann vom Führer selbst übernommen wurde, hatte Hitler offenbar den illusorischen Charakter des Befehls erkannt. Am 8. Dezember befahl er in seiner Weisung Nr. 39, alle auf dem Rückzug geräumten Dörfer dem Erdboden gleichzumachen. Fast auf der gesamten Frontlänge (siehe Karte) von 1.900 Kilometer drängte die Rote Armee bis Anfang Januar die Deutschen zurück. Lediglich auf einem etwa 200 Kilometer langen Teilstück südlich des Ilmensees konnte die Heeresgruppe Nord die Front halten. Auch im südlichsten Frontabschnitt wichen die Deutschen nach dem Verlust Rostows im November nur wenige Kilometer zurück. An dem langen Frontabschnitt von Charkow bis auf die Höhe von Kalinin jedoch mussten sie sich teilweise über 100 Kilometer zurückziehen. Der 2. WeltkriegQuelle: DIGITALPUBLISHING CD-ROM: Der 2. Weltkrieg1941Zurück zur AuswahlZurück zur Startseite01. 01. 1941 Spanien stellt "Blaue Division" auf Für den Krieg der Achsenmächte gegen die Sowjetunion stellte die Regierung Spaniens im April 1941 aus Freiwilligen die 50. 000 Mann starke Blaue Division auf. Franco wollte sich damit für die Unterstützung seiner Truppen durch Deutschland und Italien im spanischen Bürgerkrieg erkenntlich zeigen. Darüber hinaus verweigerte der spanische Diktator jedoch ein weitergehendes Engagement auf der Seite der Achsenmächte. Sein Land wolle während der kommenden Auseinandersetzung neutral bleiben. Großbritannien und die USA hatten kurz nach Kriegsausbruch die spanische Neutralität anerkannt. Erst als sich die Niederlage der Deutschen und Italiener an der Ostfront deutlich abzuzeichnen begann, rief Franco im Oktober 1943 die Reste der Blauen Division zurück. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 05. 01. 1941 Alliierte besiegen Italiener in Libyen Am 5. Januar 1941 besetzte die aus Ägypten vorrückende 6. australische Division der Nilarmee die libysche Stadt Bardia wenige Kilometer hinter der Grenze. Die Einnahme der Stadt bedeutete für die italienische Armee, die im August des Vorjahres bis ins ägyptische Sidi Barrani vorgerückt war, eine entscheidende Niederlage. Seit Anfang Dezember befanden sich die Truppen auf dem Rückzug vor den starken alliierten Verbänden von General Archibald Wavell, die schon am 13. dieses Monats die libysche Grenze überschritten hatten. Die Schlacht um Bardia dauerte zwei Tage, 40. 000 Soldaten der vier verteidigenden Divisionen ergaben sich der britischen Übermacht. Derweil rückte die 7. Panzerdivision auf das südlich von Tobruk gelegene El Adem vor, der Angriff auf Tobruk selbst wurde am 22. Januar abgeschlossen. Überfallartig nahmen die Panzerverbände Stadt um Stadt ein: Derna fiel am 30. Januar, Cyrene am 2. Februar. Der italienische Marschall Rodolfo Graziani befahl die Räumung der Cyrenaika und den Rückzug seiner Truppen etwa bis Syrte. Einen Tag später verlegte er sein Hauptquartier von Bengasi nach Tripolis. General Richard OConnor reagierte auf den italienischen Rückzug mit dem sofortigen Vorstoß seiner 7. Panzerdivison über Msus auf Soluch, um der fliehenden 10. italienischen Armee den Weg abzuschneiden. Am 5. Februar erreichten seine Truppen die Küstenstraße bei Antelat und schnitten den Italienern den Weg nach Westen ab. Zwanzigtausend Soldaten des italienischen Generals Tellera gerieten in Gefangenschaft, während die Briten die Verfolgung der Reste der italienischen Armee aufnahmen. In El Agheila endete der britische Vorstoß nach Libyen. Innerhalb von 2 Monaten waren die Briten fast 1. 000 Kilometer vorangekommen und hatten zehn italienische Divisionen vernichtet. Insgesamt hatten sich 130. 000 Italiener ergeben müssen. Der Krieg für Hitlers Verbündeten Mussolini in Nordafrika schien ohne Verstärkung durch deutsche Truppen endgültig verloren. Ähnlich erfolgreich gingen die Briten und ihre Verbündeten auch in Ostafrika gegen die italienischen Besatzer vor: Im Mai 1941 kapitulierten die Italiener in Äthiopien. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 06. 01. 1941 Roosevelt verkündet die "Vier Freiheiten" In einer Botschaft an den Kongress verkündete US-Präsident Franklin D. Roosevelt am 16. Januar 1941 seine Entschlossenheit, den Faschismus zu bekämpfen. Er bezog sich in seiner Rede auf die Vier Freiheiten: Die erste bezog sich auf die freie Rede- und Meinungsäußerung. Die zweite Freiheit sei die eines jeden, Gott auf seine Weise zu dienen. Die dritte Freiheit solle ein Leben frei von Not gewährleisten, und die vierte Freiheit sei die Freiheit von Furcht vor gewaltsamen territorialen Veränderungen und solle durch weltweite Abrüstung erzielt werden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 09. 01. 1941 Deutsche Luftwaffe verstärkt Angriffe auf England Am 9. Januar 1941 starteten 210 Kampfflugzeuge von deutschen Stützpunkten in Frankreich, Belgien und den Niederlanden zu einem neuerlichen Großangriff auf britische Städte. Schon während der vorangegangenen Tage waren Cardiff, Bristol und Avonmouth Ziele deutscher Angriffe gewesen. Dieses Mal entlud etwa ein Drittel der Maschinen seine Bomben über London, das auch während der nächsten Tage mehrfach unter Fliegerangriffen zu leiden hatte. Die übrigen Maschinen nahmen Kurs auf Manchester und warfen dort insgesamt 111 Tonnen Bombenmaterial ab. Obwohl die Schlacht um England bereits im September 1940 entschieden worden war und seitdem die Unmöglichkeit einer deutschen Landung auf der britischen Insel feststand, setzte die deutsche Luftwaffe auch nach dem Jahreswechsel ihre Angriffe auf englischen Städte fort. Nach wie vor setzte sie auf die demoralisierende Wirkung der Flächenbombardements auf die Bevölkerung. Doch selbst der schlimmste Luftangriff des Vorjahres, bei dem im November die Industriestadt Coventry nahezu vollständig zerstört worden war, hatte die Moral der Zivilbevölkerung nicht brechen können. Der permanente Beschuss der letzten Monate war für die Bevölkerung Londons schon fast zur Routine geworden. Wie selbstverständlich und mit kaum erkennbarer Eile begaben sich die Stadtbewohner bei Fliegeralarm in die Luftschutzräume und U-Bahnschächte. Anfang Februar ordnete Hitler mit der Weisung Nr. 23 die Verlagerung der deutschen Angriffe an. Künftig sollten nicht mehr Wohngebiete, sondern in erster Linie Schiffe, Hafenanlagen und Rüstungsbetriebe Ziel der Bombardements sein. Nachdem die Royal Air Force bereits im August 1940 als Vergeltung für die Angriffe auf London Berlin beschossen hatte, sich aber ansonsten eher defensiv verhielt, intensivierte sie im Verlaufe des Jahres 1941 die Angriffe auf Ziele im Reich. Ziel der Air Force waren zunächst Industrie- und Rüstungsbetriebe. Gleichzeitig ging die Zahl der deutschen Angriffe allmählich zurück, da die Planungen für den Angriff auf die Sowjetunion die Verlegung eines Teils der Luftwaffe nach Osten erforderte. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 24. 01. 1941 Haile Selassi kehrt zurück Am 24. Januar 1941 kehrte der ehemalige äthiopische Kaiser Haile Selassi in seine Heimat zurück. Der Monarch hatte sein Land nach dem Überfall durch italienische Truppen 1936 verlassen und war nach Großbritannien ins Exil gegangen. Die in Afrika befindlichen italienischen Truppen hatten nach dem Blitzkrieg Deutschlands gegen Frankreich im Sommer 1940 eine breitangelegte Offensive begonnen. Mussolini versuchte auf diese Weise, seinem Land unabhängig von den Erfolgen des Achsenpartners eigene militärische Erfolge zu sichern. Die italienische Expansion beschränkte sich im Osten auf Gebietsgewinne in Britisch-Somaliland und im Norden auf die kurzzeitige Besetzung einiger Hafenstädte an der ägyptischen Küste. Parallel zu ihrer Gegenoffensive in Nordafrika im Dezember 1940 begannen die Engländer nach dem Jahreswechsel auch im Osten Afrikas mit der Zurückdrängung der Italiener, und ebenso wie in Libyen erzielten sie auch hier schnelle Erfolge. Schon im Mai kapitulierten die Truppen des Herzogs von Aosta, einige letzte Einheiten konnten sich bei Gondar noch bis November halten. Bereits im Januar begann sich die Überlegenheit der britischen Truppen abzuzeichnen, so dass der ehemalige äthiopische Kaiser auf Anraten der britischen Regierung die Rückkehr wagte. In Addis Abeba angekommen übernahm Haile Selassi den Oberbefehl über die äthiopische Armee. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 04. 02. 1941 "Gneisenau" und "Scharnhorst" verschärfen Handelskrieg Am 4. Februar gelang es zwei Schlachtschiffen der deutschen Kriegsmarine, unbemerkt von der britischen Flotte die Dänemarkstraße zwischen Island und Grönland zu durchbrechen und in den offenen Atlantik vorzustoßen. Die Gneisenau und die Scharnhorst griffen nun in den Seekrieg gegen Großbritannien ein und brachten während der nächsten zwölf Monate den britischen Nachschubkonvois schwerste Verluste bei. Schon am 22. Februar versenkten die beiden Schiffe südlich von Neufundland fünf Frachter eines Konvois mit mehr als 25. 000 Bruttoregistertonnen (BRT). Die Tonnage der von der U-Bootflotte versenkten Handelsschiffe im Februar lag bei 208. 000 BRT. Seit Kriegsbeginn hatte die deutsche Marine neben britischen Kriegsschiffen und Häfen auch Handelsschiffe des Gegners auf dem Atlantik beschossen. Eine wichtige Rolle fiel hierbei der U-Boot-Waffe zu. Schwerpunkt der Kämpfe war bis Anfang 1941 der Atlantik westlich der britischen Inseln. Die Verstärkung durch die Gneisenau und Scharnhorst brachte der Reichsmarine beeindruckende Erfolge. Mit der Versenkung der Bismarck im Mai 1941 wurde jedoch die Überlegenheit der Briten deutlich. Eine weitere Verschlechterung der Lage bedeutete der Kriegseintritt der USA, deren Marine bereits im September die Bewachung der Schiffkonvois übernommen hatte: Die beiden Schlachtschiffe wurden schließlich im Februar 1942 nach Wilhemshaven zurückbeordert. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 25. 02. 1941 Briten erobern Mogadischu Mit der Eroberung der Hauptstadt Italienisch-Somalilands, Mogadischu, gelang der britischen Armee in Ostafrika am 25. Februar 1941 ein wichtiger Erfolg gegen die italienischen Besatzer. Die 255. 000 Mann starke Armee des seit 1937 amtierenden italienischen Vizekönig von Abessinien, Amadeo Herzog von Aosta, war im August 1940 in das Land einmarschiert. Nur vier Monate konnte sie sich dort halten, dann zeigte sich auch hier die Überlegenheit der britischen Truppen: binnen weniger Wochen wurden die Invasoren aus Somaliland verdrängt. Im Mai erfolgte dann auch die offizielle Kapitulation der Italiener in Äthiopien. Das nahende Ende der italienischen Großmachtträume wurde immer deutlicher sichtbar, Italiens Pläne, einen Parallelkrieg zu den deutschen Eroberungen in Europa zu führen, standen vor dem Scheitern. Neue Hoffnung erhielten die italienischen Truppen in Afrika im Februar durch die Aufstellung des deutschen Afrikakorps unter Generalleutnant Erwin Rommel. Dessen erfolgreicher Vormarsch nach Ägypten berührte das Geschick Äthiopiens jedoch nicht mehr, der Traum eines italienischen Imperio in Abessinien war endgültig ausgeträumt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11. 03. 1941 "Leih- und Pachtgesetz" verabschiedet Am 11. März 1941 verabschiedete der amerikanische Kongress das Leih- und Pacht-Gesetz. Damit formierten sich Großbritannien und die USA zum entschlossenen Widerstand gegen Deutschland. Das Gesetz gab Präsident Roosevelt die Möglichkeit, Hilfslieferungen der Rüstungs- und Wirtschaftsgroßmacht USA (als Arsenal der Demokratien) an alle Gegner der Aggressoren einzuleiten, wenn es der Sicherheit der USA diente. Das Gesetz kam in erster Linie dem bedrängten Großbritannien zugute. Das Inkrafttreten des Lend-and-Lease-Acts bedeutete nicht den Eintritt der USA in den Krieg, formell diente er lediglich den amerikanischen Sicherheitsinteressen. In der US-Bevölkerung und im Kongress war das Gesetz umstritten; die Mehrheit der Amerikaner befürwortete jedoch schließlich die Vorlage, sprach sich jedoch gleichzeitig für die Beibehaltung der Neutralität ihres Landes aus. Am 27. März 1941 wurde dann als Ergebnis von zweimonatigen gemeinsamen amerikanisch-britischen Besprechungen in Washington die Kooperation der beiden Mächte festgelegt und darin Übereinstimmung erzielt, dass alle Anstrengungen sich zuerst auf die Niederwerfung Deutschlands konzentrieren sollten. Dieser Vorgang zeigte, dass die USA wie Großbritannien entschlossen waren, den Kampf gegen Hitler auch ohne die Sowjetunion zu führen, die immer noch nominell mit Deutschland verbündet war. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 06. 04. 1941 Wehrmacht marschiert in Jugoslawien ein Am 6. April 1941 um 5. 15 Uhr begannen deutsche Truppen den erwarteten Angriff auf Jugoslawien. Von Österreich, Ungarn und Bulgarien rückten Truppenverbände der Wehrmacht und ihrer Verbündeten in den Vielvölkerstaat ein. Belgrad wurde von der Luftwaffe im Unternehmen Strafgericht schwer bombardiert, das durch Minderheitenprobleme belastete jugoslawische Heer wurde überrannt. Schon am 10. April wurde in Zagreb ein Unabhängiger Staat Kroatien proklamiert, dessen Führung der Kopf der rechtsradikalen Ustascha-Bewegung, Ante Pavelic, übernahm. Ab Anfang Mai wurde Jugoslawien in deutsche und italienische Besatzungszonen eingeteilt, der neue Dreibundpartner Bulgarien rückte nach Abschluss der Kämpfe in Mazedonien ein. Der jugoslawische König Peter II. flüchtete daraufhin nach London und bildete dort eine Exilregierung. Ministerpräsident Simovic entkam über Montenegro nach Ägypten, während am 17. April seine Vertreter in Belgrad die Kapitulation der jugoslawischen Armee unterzeichenten und etwa 330. 000 jugoslawische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten. Am 25. März 1941 hatte der damalige jugoslawische Ministerpräsident Dragisa Cvetkovic die Beitrittsurkunde seines Landes zum Dreimächtepakt unterschrieben. Doch schon zwei Tage später wurde die Regierung durch einen Staatsstreich des Generals Dusan Simovic gestürzt. Die neue Regierung lehnte den Pakt mit Hitler strikt ab. Dieser befahl nun, gleichzeitig zum bereits seit längerem feststehenden Angriff auf Griechenland, auch die Zerschlagung Jugoslawiens, militärisch und als Staatsgebilde. Der ursprünglich für Mai vorgesehene Angriff auf die UdSSR wurde wegen der unvorhergesehenen Entwicklung auf dem Balkan verschoben. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 13. 04. 1941 Japan und UdSSR vereinbaren gegenseitige Neutralität Am 13. April 1941 unterzeichneten in Moskau der japanische Außenminister Josuke Matsuoka und der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow einen auf fünf Jahre abgeschlossenen japanisch-sowjetischen Neutralitätsvertrag. In diesem Pakt erkannten beide Staaten die Vorherrschaft Japans in Mandschuko und der Sowjetunion in der Mongolischen Volksrepublik an. Auch nach Beginn des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 hielt die Regierung Konoye mit Ausnahme von Außenminister Matsuoka, der für eine Teilnahme am Kampf gegen die Sowjetunion plädierte, an dem Vertrag fest und trat nicht in den Krieg gegen die UdSSR ein. Stattdessen konzentrierten sich die japanischen Pläne auf den pazifischen Raum. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 02. 06. 1941 Kronrat beschließt die Besetzung Südindochinas Der japanische Kronrat unter Kaiser Hirohito beschloss am 2. Juli 1941, auch auf die Gefahr eines Krieges gegen die USA und Großbritannien hin, Südindochina zu besetzen. Bereits im April war Japan mit den USA in Geheimverhandlungen getreten mit dem Ziel, ein Arrangement auf der Basis einer japanischen Vorherrschaft in Südostasien und die Anerkennung der bisherigen Eroberungen zu erreichen. Diese Verhandlungen wurden auch nach dem Beschluss fortgesetzt. Nach dem Abschluss des Dreimächtepakts und dem Beginn des deutschen Angriff auf die Sowjetunion konnte sich die Tokioter Regierung nun auf ihre Pläne für den pazifischen Raum konzentrieren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 22. 06. 1941 Deutsche beginnen "Unternehmen Barbarossa" Am 22. Juni 1941 um 3. 15 Uhr begann unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa der deutsche Angriff auf die Sowjetunion (vgl. Karte). Die Ziele des Angriffs waren bereits im Dezember 1940 in Hitlers Weisung Nr. 21 an die Wehrmacht festgelegt worden. Zwischen der Ostsee und den Karpaten sowie in Rumänien überschritten mehr als drei Millionen Soldaten die Grenze. Am Krieg gegen die UdSSR waren auf deutscher Seite Italien, Rumänien, die Slowakei, Finnland und Ungarn beteiligt. Als Reaktion auf den Angriff schlossen Großbritannien und die UdSSR am 12. Juli 1941 ein Übereinkommen über das gemeinsame Vorgehen gegen Deutschland. Sie verpflichteten sich darin, keinen Sonderfrieden mit dem Deutschen Reich zu schließen. Am 2. August begannen amerikanische Materiallieferungen an Russland. Die Rote Armee (insgesamt 4,7 Millionen Soldaten, von denen aber nur die Hälfte an der Westgrenze stationiert war) wurde von dem deutschen Überfall taktisch völlig überrascht, ihre Führung gewann erst langsam einen Überblick über das Geschehen, konnte dann jedoch die Mobilisierung und Heranführung der Reserven organisieren. Stalin rief in einer Rede das Volk zum Widerstand gegen die deutschen Eindringlinge auf und verkündete den Großen Vaterländischen Krieg. Der Krieg im Osten war von Hitler als Vernichtungskrieg geplant worden. Mit unvorstellbarer Brutalität gingen die vorrückenden deutschen Truppen gegen die sowjetische Truppen und die Zivilbevölkerung vor. Vom ersten Tag an wurden Dörfer ohne Not zerstört. Besonders die vier SS-Einheiten, die hinter der regulären Armee in die eroberten Gebiete nachrückten, erfüllten die Weisungen Hitlers zur Vernichtung von Kommunisten, Juden und anderen radikalen Elementen mit grausamer Präzision. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 26. 06. 1941 USA verhängen Ölembargo gegen Japan Am 26. Juni 1941 verhängten die USA ein Ölembargo gegen Japan. Das Embargo traf die japanische Wirtschaft und Militärmaschinerie an ihrer schwächsten Stelle. Die angestrebte Verbindung zu den europäischen Partnern des Dreimächtepakts infolge des Steckenbleibens der deutschen Offensive in Russland kam nicht zustande, so dass auf diesem Wege keine Öltransporte nach Japan möglich waren. Für die japanische Regierung bestand nun die Alternative, entweder politisch vor den USA kapitulieren oder in einer Flucht nach vorn den Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten in Südostasien zu beginnen. Nach dem Regierungswechsel im Oktober unternahm der neue Regierungschef Hideki Tojo noch einen letzten Versuch zu einem Ausgleich mit den USA. Gleichzeitig liefen die Kriegsvorbereitungen auf Hochtouren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 07. 07. 1941 US-Soldaten landen auf Island US-Präsident Franklin D. Roosevelt gab am 8. Juli 1941 in Washington vor dem Kongress bekannt, dass tags zuvor amerikanische Truppen auf Island gelandet waren. Sie sollten die dort stationierten englischen Truppen ergänzen und möglicherweise ersetzen. Roosevelt erklärte weiter, er habe alle erforderlichen Maßnahmen befohlen, um die Verbindung nach Island zur Versorgung der dort stationierten amerikanischen Soldaten zu sichern. Die Truppen seien ermächtigt, amerikanische und isländische Schiffe gegen Angriffe oder Angriffsdrohungen zu verteidigen. Die Regierung in Reykjavik hatte nach der Besetzung durch britische Truppen eine Übereinkunft mit Roosevelt und dem britischen Premier Winston Churchill getroffen und alle Verbindungen zu dem unter deutscher Besatzung stehenden Dänemark gelöst. Deutschland hatte am 25. März 1941 sein Operationsgebiet für den uneingeschränkten U-Boot-Krieg auf die Gewässer um Island bis an die Westküste Grönlands ausgedehnt. Damit wurde die Sicherung der lebenswichtigen Atlantikroute für die amerikanische Regierung eine Aufgabe erster Priorität. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 12. 07. 1941 Großbritannien schließt Beistandsabkommen mit UdSSR Am 12. Juli 1941 unterzeichneten Vertreter der sowjetischen und der britischen Regierung in Moskau ein gegenseitiges Beistandsabkommen gegen Deutschland. Der Vertrag schloss auch separate Waffenstillstandsverhandlungen einer der beiden Partner mit dem Dritten Reich aus und wurde am 30. Juli 1941 durch ein sowjetisch-amerikanisches Abkommen zur Lieferung von Kriegsmaterial ergänzt. Die amerikanischen Waffenlieferungen sollten mit Schiffskonvois über den Atlantik die UdSSR direkt erreichen und zusätzlich auf dem Landweg über Persien erfolgen. Um diese Nachschubroute zu öffnen, marschierten alliierte Truppen am 25. August 1941 in das neutrale Persien ein und besetzten das Land nach viertägigen Kämpfen. Nach heftigem Drängen der sowjetischen Regierung erklärte der britische Premierminister Winston Churchill am 6. Dezember den mit Deutschland verbündeten Staaten Ungarn, Finnland und Rumänien den Krieg. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 27. 07. 1941 Briten verstärken Stützpunkt Malta Nachdem deutsche Schiffe und Flugzeuge während der letzten Monate mehrfach Ziele auf den britischen Mittelmeerstützpunkt Malta bombardiert hatten, verstärkten die Briten im Juli 1941 die Insel. Entlang der Küste und in den Häfen gingen mehrere Kriegsschiffe der königlichen Marine vor Anker. Auch an Land wurden die Verteidigungsanlagen ausgebaut. Die Verstärkung des Stützpunktes hatte allerdings nicht nur defensiven Charakter: durch die Zuspitzung der Lage in Libyen und Ägypten nach der Aufstellung des Afrikakorps im Februar hatte sich der strategische Wert der Insel für beide Seiten deutlich erhöht. Ebenso wie den Deutschen ein zusätzlicher Stützpunkt im Mittelmeer vor allem nach der verlustreichen Landung auf Kreta im Mai einen wichtigen Vorteil gebracht hätte, diente Malta der britischen Marine und Luftwaffe nun verstärkt als Basis für die Angriffe auf die Nachschubkonvois der deutschen Truppen in Nordafrika. Gleichzeitig nutzten die Briten die Insel als Basis für ihre Luftangriffe auf süditalienische Städte. Die massiven Störungen des deutschen Nachschubes trugen im Dezember maßgeblich zur erfolgreichen Zurückdrängung des Afrikakorps nach El Agheila bei (vgl. Karte). Darauf verstärkten die Deutschen ihre Angriffe auf Malta erneut, so dass am 19. Dezember ein erster größerer Konvoi mit Nachschub für die Truppen Generalleutnants Erwin Rommel in Tripolis und Bengasi vor Anker gehen konnten. Rommel nutzte die Verstärkung sofort und befahl im Januar seiner Armee eine zweite Offensive gegen die Briten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 31. 07. 1941 Systematische Judenvernichtungen in der UdSSR Zwischen dem 17. und 31. Juli 1941 ermordeten Einheiten der Einsatzgruppe D der Sicherheitspolizei bei einem Massaker in Kischinjow über 12. 000 Menschen. Diese besonderen Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und der SS wurden hinter der Front eingesetzt, um systematisch kommunistische Funktionäre und die aufgrund ihrer Rassenmerkmale als minderwertig bezeichneten Menschen zu ermorden oder in Konzentrationslager zu transportieren. Mit der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in den eroberten Gebieten war bereits nach dem Überfall auf Polen begonnen worden. Im März 1941 hatte der Oberkommandiere der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, auf der Grundlage der Weisung Nr. 21 des Führers die Richtlinien zur Liquidierung von Juden und politisch Andersdenkenden herausgegeben. Der Befehl sah auch die Vernichtung von Kommunisten, Sinti, Roma und, wie es im nationalsozialistischen Sprachgebrauch hieß, asiatisch-minderwertigen Menschen vor. Bereits Ende August waren über 100. 000 Menschen in den neu eroberten Gebieten von SS-Erschießungskommandos ermordet worden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 14. 08. 1941 Verkündung der Atlantikcharta Am 14. August 1941, noch vor dem Kriegseintritt der USA, verkündeten US-Präsident Franklin Roosevelt und der britische Premier Winston Churchill nach einem Treffen auf den Kriegsschiffen Augusta und Prince of Wales im Nordatlantik vor Neufundland die Atlantik-Charta. Den nationalsozialistischen Zielen eines von Deutschland beherrschten Großraumes, in dem die unterdrückten Völker ohne Anerkennung der Menschenrechte zu Sklaven herabgewürdigt werden sollten, stellten die beiden Staatsmänner die Vision der Einen Welt gegenüber. In einer Acht-Punkte-Erklärung wurden die an den Vier Freiheiten orientierten Kriegsziele der Alliierten zusammengefasst: Unter anderem sollten territoriale Veränderungen ohne Zustimmung der Betroffenen nicht anerkannt werden. Jedes Volk könne die Regierungsform wählen, unter der es leben wolle. Freier Handel und freier Zugang zu den Rohstoffen solle das Wirtschaftsleben bestimmen. Innerhalb ihrer Grenzen sollten alle Menschen in Frieden und Sicherheit, frei von Furcht und wirtschaftlicher Not leben können. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 25. 08. 1941 Alliierte besetzen den Iran Am 25. August 1941 marschierten von Süden britische und von Norden sowjetische Truppen in den Iran ein. Die Alliierten begründeten diesen Schritt als Präventivmaßnahme gegen einen wahrscheinlich bevorstehenden Einmarsch der Achsenmächte. Gleichzeitig sollten auf diese Weise die gewaltigen Ölvorräte des Landes gesichert und eine neue Nachschubroute für die Waffenlieferungen der Westalliierten an die UdSSR eröffnet werden. Am 28. August mussten die iranischen Truppen kapitulieren. Schah Resa Khan Pahlawi wurde gezwungen, den Thron an seinen Sohn Resa Mohammad Pahlawi abzutreten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 09. 09. 1941 Briten und Kanadier landen auf Spitzbergen Zusammen mit norwegischen Exiltruppen besetzten Briten und Kanadier am 9. September 1941 die 500 Kilometer westlich von Nordgrönland liegende norwegische Insel Spitzbergen. Die Alliierten wollten mit der Aktion verhindern, dass die Region mit ihren reichen Kohlevorkommen von der deutschen Wehrmacht besetzt wird. Das Unternehmen wurde von der britischen Propaganda als großer Erfolg dargestellt, obwohl auf Spitzbergen keine deutschen Truppen stationiert waren. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 07. 12. 1941 Japanischer Angriff auf Pearl Harbor Der Krieg im Pazifik wurde mit einem Überraschungsschlag japanischer Trägerflugzeuge gegen den Hauptstützpunkt der amerikanischen Pazifikflotte eröffnet. Von sechs japanischen Flugzeugträgern starteten am 6. Dezember 1941 Kampfflugzeuge, um die amerikanische Flotte in Pearl Harbor auf den Hawaii-Inseln anzugreifen. Im Verlauf der Kämpfe wurden fünf amerikanische Schlachtschiffe versenkt, drei weitere schwer beschädigt. Die amerikanischen Flugzeugträger befanden sich zufällig nicht im Hafen. Die amerikanische Regierung rechnete mit einem Angriffsschlag der Japaner, nachdem die Verhandlungen an einem toten Punkt angelangt waren; sie erwartete jedoch nur Landungen auf den Philippinen und in Malaysia, die auch am gleichen Tag noch erfolgten. Der japanische Angriff (vgl. Karte) beendete die bis dahin eher zugunsten der Isolationisten verlaufene öffentliche Diskussion in den USA über eine Beteiligung am europäischen Krieg schlagartig: zwei Tage später befanden sich die Vereinigten Staaten im Kriegszustand mit den Achsenmächten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 08. 12. 1941 Die USA erklären Kriegseintritt Einen Tag nach dem Angriff auf den amerikanischen Flottenstützpunkt von Pearl Harbour überreichte ein Vertreter der japanischen Regierung in Tokio den Botschaftern der USA, Großbritanniens, Kanadas und Australiens die offiziellen Kriegserklärungen. Am gleichen Tag, dem 8. Dezember 1941, erklärten die USA ihrerseits Japan den Krieg. Das Repräsentantenhaus nahm die Vorlage mit einer Gegenstimme an, der Senat dagegen einstimmig. Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete die Kriegserklärung sofort und ordnete die Generalmobilmachung an. Großbritannien ließ der japanischen Regierung ebenfalls am 8. Dezember eine Kriegserklärung zukommen. In Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Dreimächtepakt folgten Deutschland und Italien am 9. Dezember ihrerseits mit Kriegserklärungen an die USA. Die USA sahen sich gezwungen, gleichzeitig an zwei Fronten Krieg zu führen. Die Regierung Roosevelt ging dabei von dem Grundkonzept aus, Deutschland zuerst zu schlagen: Germany first hieß die Losung. Selbst die spektakulären Erfolge der Japaner im pazifischen Krieg bis Mitte 1942 ließ Washington in dieser Haltung nicht wankend werden. Auch innenpolitisch wurden die Folgen der Kriegserklärung sichtbar: nachdem bereits in den letzten Monaten die Wirtschaft mehr und mehr auf Kriegswirtschaft umgestellt worden war, wurde 1942 die Rüstungsindustrie weiter angekurbelt. Im Mai dieses Jahres wurden alle an der Pazifikküste wohnenden US-Japaner ins Landesinnere umgesiedelt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11. 12. 1941 Deutschland und Italien erklären USA den Krieg Der deutsche Reichskanzler und Führer Adolf Hitler erklärte am 11. Dezember 1941, zusammen mit Italien, den Vereinigten Staaten den Krieg, obwohl er, gemäß dem im Oktober 1940 mit Japan abgeschlossenen Dreimächtepakt nicht zu diesem Schritt verpflichtet gewesen wäre. Die militärischen Fähigkeiten des japanischen Bundesgenossen schätzte Hitler allerdings recht gering ein und glaubte nicht, dass das Land längere Zeit im Krieg gegen die USA standhalten könne. Die US-Amerikaner sollten dadurch von Anfang an zu einem Krieg auf zwei Ozeanen, Pazifik und Atlantik, gezwungen werden, um die Kräfte des neuen Gegners zu zersplittern. Für US-Präsident Franklin D. Roosevelt galt aber nach wie vor die Devise Deutschland zuerst, so dass die amerikanischen Streitkräfte im Pazifik vorerst nur hinhaltenden Widerstand leisteten. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11. 12. 1941 Mittelamerikanische Staaten erklären Dreibund Krieg Mit dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten am 11. Dezember 1941 wurden auch zahlreiche Staaten Mittelamerikas, die durch Bündnisse mit den USA verbunden waren, in den Krieg hineingezogen, der sich somit endgültig zu einem Weltkrieg ausweitete. Noch am Tag der deutschen Kriegserklärung an die Regierung in Washington erklärten die Staatschefs von Costa Rica, Guatemala und der Dominikanischen Republik den Achsenmächten den Krieg; Kuba, Nicaragua, Haiti, Honduras und El Salvador folgten am nächsten Tag. Nach der Kriegserklärung Panamas am 18. Dezember befand sich bis auf Mexiko ganz Mittelamerika im Kriegszustand mit dem Reich. Die deutsche Kriegsmarine reagierte auf die Kriegserklärung mit der wahllosen Bombardierung von Militär- und Zivilschiffen vor der Küste des amerikanischen Kontinents, so dass auch die Regierung in Mexiko City im Mai 1942 den Krieg erklärte. Nachdem bei den unkontrollierten Attacken auch mehrfach brasilianische Schiffe versenkt worden waren, trat im August nach Bolivien schließlich auch Brasilien als zweites südamerikanisches Land in den Krieg ein. Im Verlauf des Jahres 1943 erklärten Kolumbien und Ecuador dem Reich den Krieg, Peru, Chile, Uruguay, Venezuela und Argentinien traten erst im Verlauf der Schlussoffensive im Februar und März der nunmehr fast weltweiten Allianz gegen Deutschland und Japan bei. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 15. 11. 1941 Die deutsche Offensive bleibt vor Moskau stecken Nach den Kesselschlachten von Brjansk und Wjasma musste der deutsche Aufmarsch neu organisiert werden. Am 15. November 1941 befahl Adolf Hitler den direkten Angriff auf Moskau. Aber die Rote Armee war nicht geschlagen und noch hochmotiviert. Zudem kam das Wetter den bedrängten Verteidigern Moskaus zu Hilfe. Die herbstlichen Regenfälle verwandelten die unbefestigten russischen Straßen in Morast, in dem die deutschen Fahrzeuge bis zur Achse versanken. Der deutsche Nachschub kam praktisch zum Erliegen. Trotz der Strapazen erreichten erste Wehrmachtsverbände am 2. Dezember die Vororte der sowjetischen Hauptstadt, stießen dort jedoch auf den heftigen Widerstand der Verteidiger. Am 5. und 6. Dezember verstärkten die Sowjets ihre Gegenangriffe. Den besser ausgerüsteten und frischen Truppen aus Sibirien kam in dieser Situtation auch der plötzliche starke Wintereinbruch zu Hilfe, für den die deutschen Truppen nicht ausgerüstet waren. Die Moral der deutschen Angreifer war stark angeschlagen, die Offensive blieb im verminten und stark befestigten Verteidigungsring Moskaus stecken. Hitler befahl in dieser Situation fanatischen Widerstand zu leisten und keinen Fußbreit Boden aufzugeben. Er übernahm am 19. Dezember anstelle von Walther von Brauchitsch den Oberbefehl über das Heer. Auf der anderen Seite intensivierte die Rote Armee ihre Angriffe weiter. Durch Einkesselung einzelner Frontabschnitte und weitere Einbrüche geriet das deutsche Ostheer in eine schwere Krise. Das Scheitern der Blitzkriegstrategie, die im Westen so erfolgreich funktioniert hatte, begann sich abzuzeichnen. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- 05. 12. 1941 Sowjetische Winteroffensive beginnt Am 5. Dezember 1941, wenige Tage vor dem Kriegseintritt der USA, zeichnete sich die Wende an der deutschen Ostfront ab: Die Rote Armee begann eine großangelegte Gegenoffensive. Bei Kalinin, nordwestlich von Moskau, eröffneten Einheiten der sowjetischen Armee den Angriff, einen Tag später nahmen Armeeeinheiten unter General Georgi Schukow die vor Moskau stehenden deutschen Truppen der Heeresgruppe Mitte unter Feuer. Die Schlagkraft der Roten Armee überraschte selbst die sowjetische Führung. Wochenlang hatte die Regierung in Moskau Truppennachschub aus allen Teilen des Sowjetimperiums zusammengezogen. Nachdem durch die japanische Kriegserklärung an die USA die Gefahr eines neuen Krieges an der Ostküste des Reiches praktisch gebannt war, rollte auch der Truppennachschub aus den fernöstlichen Teilen der UdSSR. Schon die Verluste der vergangenen zweieinhalb Wochen hätten von der Wehrmacht als Zeichen dafür gewertet werden müssen, dass das Glück sie verließ. Seit Mitte November hatten die Deutschen vor Moskau 85. 000 Soldaten verloren, in etwa genauso viele, wie seit Juni an der gesamten Ostfront umgekommen waren. Anfang Dezember fielen bei einem einzigen Angriff bei Tula weitere 30. 000. Die entkräfteten Deutschen, die völlig unzureichend gegen den mit Macht hereingebrochenen russischen Winter ausgerüstet waren, leisteten den sowjetischen Angriffen verzweifelte Gegenwehr. Ausdrücklich hatte Hitler jeden Rückzug untersagt und fanatischen Widerstand gefordert. Dennoch hatte der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Wilhelm Ritter von Leeb, am 7. Dezember den Befehl zum Teilrückzug der 16. Armee bei Cholm und Demjansk gegeben. Am 15. Januar musste er deswegen zurücktreten. Schon bevor Mitte Dezember Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch das Oberkommando über das Heer abgab, das dann vom Führer selbst übernommen wurde, hatte Hitler offenbar den illusorischen Charakter des Befehls erkannt. Am 8. Dezember befahl er in seiner Weisung Nr. 39, alle auf dem Rückzug geräumten Dörfer dem Erdboden gleichzumachen. Fast auf der gesamten Frontlänge (siehe Karte) von 1. 900 Kilometer drängte die Rote Armee bis Anfang Januar die Deutschen zurück. Lediglich auf einem etwa 200 Kilometer langen Teilstück südlich des Ilmensees konnte die Heeresgruppe Nord die Front halten. Auch im südlichsten Frontabschnitt wichen die Deutschen nach dem Verlust Rostows im November nur wenige Kilometer zurück. An dem langen Frontabschnitt von Charkow bis auf die Höhe von Kalinin jedoch mussten sie sich teilweise über 100 Kilometer zurückziehen. .Letzten Artikel zu devise deutschland Hauptkriegsverbrecherproze Mai 1945 Biografie Willy Brandt (2007-09-13) HauptkriegsverbrecherprozeßIm Mai 1945 wird Norwegen von der deutschen Besatzung befreit. Das Deutsche Reich hat kapituliert. Willy Brandt kehrt aus Stockholm nach Oslo zurück. Von dort aus berichtet er für schwedische und amerikanische Zeitungen über die Befreiung Norwegens. Im Oktober 1945 reist Brandt im Auftrag der skandinavischen Arbeiterpresse als Berichterstatter zum Hauptkriegsverbrecherprozeß nach Nürnberg. Auf der Hinreise besucht er zunächst seine Lübecker Heimatstadt, um sei...artikel lesen Re Politische Lage in Deutschland Meine Devise lautete eh schon immer Ich lebe nicht um zu arbeiten ich arbeite um zu lebenhrend meines Studiums habe ich immer irgendwas gearbeitet ihr w rdet euch schr g lachen was das alles f r Jobs ware (2007-09-13) ....wie dem paranoiaminister Schäuble aus dem verkehr zu ziehen.... dieser Mensch ist doch für unsere Freiheit gefährlicher als jeder Terrorist, es kann doch nicht sein das er noch so ein blödsinnigen stuà von sich geben kann ohne mal ein auf den deckel zu kriegen!! zum beispiel Präventive Tötung von "Gefährdern". (ob er sie damit selbst meinte^^)....Beschwöre einen gemeinsamen Feind von AuÃen herbei, schaffe eine Atmosphäre der Angst, behaupte du hast das Gegen...artikel lesen Das j disch christliche Verh ltnis d ich habe sie gepr ft und gefunden da sie lernen kann und versteht (2007-09-13) Rachel Monika Herweg...und ich habe sie geprüft und gefunden,daß sie lernen kann und versteht.Die Rabbinerin Regina Jonas und dieRekonstruktion jüdischer FrauengeschichteVorbemerkungenGeschichte kann ganz unterschiedlich rekonstruiert werden. Die jeweilige Blickweise hängt ab von der Tradition, in der der Betrachter oder die Konstrukteurin stehen und mit der sie sich verbunden fühlen, - das heißt, in der sie wirken (möchten) und für die sie sich engagieren. 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