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Devisen Trader Kolumne Rezession in Japan Nachrichten

Die Lage der japanischen Konjunktur wird immer prekärer. Dem Experten Tetsufumi Yamakawa von Goldman Sachs zufolge steckt die japanische Wirtschaft bereits in einer Rezession. Das ist zum Teil auf einen Einbruch der Baukonjunktur infolge strengerer Bauvorschriften bei Wohnimmobilien zurückzuführen. Neben dieser vorübergehenden Belastung leidet die Konjunktur allerdings auch unter einer nachhaltigen Abschwächung. Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist dies der Rückgang der Exporte infolge der sinkenden Auslandsnachfrage und des erstarkten Yens. Zum anderen schwächt sich der Boom bei den Unternehmensinvestitionen ab. Damit verlieren die zwei wichtigsten Konjunkturmotoren der letzten Jahre an Kraft, ohne dass der Konsum, wie von vielen noch vor wenigen Monaten erhofft, den Staffelstab übernehmen kann. Privater Konsum zu schwach Der private Verbrauch kommt einfach nicht in Fahrt. Die schlechtere Stimmungslage bei den Unternehmen spricht auch nicht dafür, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert. Selbst die Regierung spricht seit der letzten Woche von einer stagnierenden Industrieproduktion. Die Unternehmen halten sich daher mit Neueinstellungen zurück und der Arbeitsmarkt stagniert. Die Konjunkturabschwächung bekommen auch die Banken zu spüren. Die nach der Marktkapitalisierung größte japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group meldete für das letzte Quartal einen Gewinnrückgang um 68 Prozent. Der Grund dafür ist – neben Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise – vor allem eine Abschwächung des operativen Geschäfts. Besonders negativ auf die Konsumausgaben der Haushalte wirkt sich der Rückgang der Löhne aus. Im Dezember gab es nicht zuletzt aufgrund gesunkener Bonuszahlungen mit -1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr den stärksten Lohnrückgang seit drei Jahren. Im Jahr 2007 insgesamt lag der Durchschnittslohn um 0,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Kaufzurückhaltung der ohnehin zurückhaltenden japanischen Konsumenten dürfte sich daher noch verstärken. Schon spekulieren die ersten Experten über eine Zinssenkung durch die Bank of Japan, obwohl diese weiterhin von einer Normalisierung, sprich Anhebung des extrem niedrigen Zinsniveaus von 0,50 Prozent spricht. USD/JPY vor Wende? Für den Yen bedeutet dies mittelfristig Abwertungsdruck. USD/JPY könnte auch charttechnisch vor einer Bodenbildung im Bereich von 105/106 Yen stehen. Doch die wäre erst abgeschlossen, wenn der Wechselkurs über die Marke von 108 Yen steigt. Bis dahin ist Vorsicht angebracht. Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: wwwvisen-trader. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus. Für die aufgeführten Inhalte kann keine Gewährleistung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit übernommen werden (Disclaimer). Kursinformationen von Telekurs / vwd. Verzögerung Deutsche Börse: 15 Min., Nasdaq, NYSE: 20 Min. © 1999-2008 SmartHouse Media GmbHDie Lage der japanischen Konjunktur wird immer prekärer. Dem Experten Tetsufumi Yamakawa von Goldman Sachs zufolge steckt die japanische Wirtschaft bereits in einer Rezession. Das ist zum Teil auf einen Einbruch der Baukonjunktur infolge strengerer Bauvorschriften bei Wohnimmobilien zurückzuführen. Neben dieser vorübergehenden Belastung leidet die Konjunktur allerdings auch unter einer nachhaltigen Abschwächung. Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist dies der Rückgang der Exporte infolge der sinkenden Auslandsnachfrage und des erstarkten Yens. Zum anderen schwächt sich der Boom bei den Unternehmensinvestitionen ab. Damit verlieren die zwei wichtigsten Konjunkturmotoren der letzten Jahre an Kraft, ohne dass der Konsum, wie von vielen noch vor wenigen Monaten erhofft, den Staffelstab übernehmen kann. Privater Konsum zu schwach Der private Verbrauch kommt einfach nicht in Fahrt. Die schlechtere Stimmungslage bei den Unternehmen spricht auch nicht dafür, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert. Selbst die Regierung spricht seit der letzten Woche von einer stagnierenden Industrieproduktion. Die Unternehmen halten sich daher mit Neueinstellungen zurück und der Arbeitsmarkt stagniert. Die Konjunkturabschwächung bekommen auch die Banken zu spüren. Die nach der Marktkapitalisierung größte japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group meldete für das letzte Quartal einen Gewinnrückgang um 68 Prozent. Der Grund dafür ist – neben Abschreibungen im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise – vor allem eine Abschwächung des operativen Geschäfts. Besonders negativ auf die Konsumausgaben der Haushalte wirkt sich der Rückgang der Löhne aus. Im Dezember gab es nicht zuletzt aufgrund gesunkener Bonuszahlungen mit -1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr den stärksten Lohnrückgang seit drei Jahren. Im Jahr 2007 insgesamt lag der Durchschnittslohn um 0,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Kaufzurückhaltung der ohnehin zurückhaltenden japanischen Konsumenten dürfte sich daher noch verstärken. Schon spekulieren die ersten Experten über eine Zinssenkung durch die Bank of Japan, obwohl diese weiterhin von einer Normalisierung, sprich Anhebung des extrem niedrigen Zinsniveaus von 0,50 Prozent spricht. USD/JPY vor Wende? 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