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Anspruch und Ziel dieser SeitenZweck von ist es, Handelsgrundlagen und -techniken von Kapitalanlagen mit dem Schwerpunkt "Derivative Finanzmarktinstrumente" dem geneigten Leser in verständlicher Sprache greifbar zu machen. Die hier vorgestellten Themen mögen gleichermaßen dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen auf dem Gebiet der Börsen und Finanzen interessante, bisweilen auch überraschende Hintergründe und Einsichten in Detailfragen des Aktien- und Terminhandels aufzeigen. Natürlich sind die folgenden Seiten ebenso offen und geeignet für all jene, die an Finanzinvestitionen ein privates Interesse finden, vorhandene Kenntnisse ausbauen möchten oder aber eine berufliche Tätigkeit im Bereich Börsenhandel bzw. Portfoliomanagement anstreben.Mein Hauptaugenmerk habe ich darauf gerichtet, Besuchern dieser Seiten Zusammenhänge der Börsenwelt zu verdeutlichen und Anstöße zu geben, die dargebotenen Ausführungen mit eigenständigem, kritischem Denken zu begleiten. Darüber hinaus sollen klare Einsichten in zum Teil verwickelte Erscheinungen von Finanzmärkten geliefert werden, die berufen sind, nicht nur mancherlei sachliche Unklarheiten über finanzwirtschaftliche Sachverhalte und Fachbegriffe auszuräumen, sondern auch weit reichende Fehleinschätzungen an den Märkten zu vermeiden. Weiterhin ist daran gedacht, Ordnung in die Vielfalt der Bezeichnungsweisen börslicher Fachbegriffe zu bringen, um möglichst wenig Denkfehlern Raum zu lassen, die allein auf mehrdeutig genutzten Begriffen beruhen.Bei der Gestaltung der einzelnen Themenbereiche habe ich daher besonderen Wert auf begriffliche Sorgfalt gelegt. Gängige internationale Bezeichnungen habe ich mit aufgeführt. Der Anschaulichkeit halber wurden komplizierte theoretische Sachverhalte zudem durch praxisrelevante Beispiele leicht verständlich erläutert. Anders als manch andere populäre Börsenseite im Internet als auch weite Bereiche des Schrifttums, die diesem Thema breiten Raum gewähren, habe ich geflissentlich auf den vielfach übersteigerten und zum Teil unreflektierten Gebrauch formallogischer, mathematisch-statistischer Methoden wie auch auf die Darstellung ausgefeilter "chart-technischer Analysen" verzichtet. Vielmehr sollen Phänomene aus der Welt der Börsen und Finanzen durch fundiertes, anwendungsbezogenes Hintergrundwissen und durch Erklärung des Geschehens dem Denken zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig soll der Blick für die Interpretation und Einordnung der Fülle täglicher Börsennachrichten und Kursdaten geschärft und somit letztlich auch für Sie persönlich ein Beitrag zu erfolgreichen Börsengeschäften geleistet werden.Futures sind für einen aktiven Handel wie geschaffen. Ein geregelter, flexibler und effizienter Börsenhandel in Futures ist freilich an gewisse Voraussetzungen gebunden. >>Als Hedgegeschäft (von engl. "to hedge", »sich mit einer Hecke abgrenzen; absichern gegen Risiken«) ... >>Wie die Wirtschaftsgeschichte lehrt, unterliegen Wechselkurse zuweilen jähen und besonders heftigen Schwankungen. Dies ist in Systemen flexibler Wechselkurse ... >>Das Management von Aktienportfolios im Allgemeinen und die Steuerung von Aktienkursrisiken im Besonderen beruhen weithin auf dem Einsatz von Futures ... >>Alles rund um den Devisenhandel: Echtzeitkurse, die Währungen der Welt, Währungskürzel, Währungsumrechner ... >>Die internationalen Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Jahren durch die Entwicklung von Finanzinnovationen radikal verändert. Wer sich heutzutage eifrig mit dem Thema Börse und Finanzen befasst, sieht sich unweigerlich mit einer schillernden Vielfalt an Anlageformen konfrontiert. Das Spektrum reicht hierbei angefangen von Stamm- und Vorzugsaktien herkömmlichen Stiles über verschiedenartige exotische Obligationen in dieser oder jener Währung, über Investmentfonds bis hin zu den Finanzderivaten, verkörpert durch "bedingte" und durch "unbedingte" Termingeschäfte. Hinzu treten facettenreich ausgestaltete Mischformen und Spielarten von Finanzderivaten in einer ungeheuren Gestaltungsfülle, wie sie unlängst Optionsscheine ("warrants") und sogenannte "strukturierte Finanzprodukte" ("Zertifikate"; Hebelprodukte etc.) hervorbringen.Neue Einsichten der modernen Finanzierungsforschung und parallel damit die rasante Entwicklungsdynamik auf dem Gebiet der Finanzinnovationen* haben den Marktakteuren ein neues Betätigungsfeld eröffnet mit der Folge eines sprunghaft gestiegenen und noch stetig wachsenden Informationsbedarfs über die Anwendungsvoraussetzungen, Funktionen und Risiken, speziell bei den in Bezug auf Zahl und Komplexität kaum noch überschaubaren Finanzderivaten. Ziel muss es somit sein, den erhöhten Anforderungen heutiger als auch künftiger Finanzmärkte in ihrer gesamten Tragweite adäquat Rechnung zu tragen.[* Anmerkung: Der Gattungsname Finanzinnovation ist nicht immer angemessen. Bei den meisten Formen von Finanzinnovationen handelt es sich nämlich nicht um neue Entdeckungen oder Erfindungen von weittragender Bedeutung. Tatsächlich verkörpern dieselben oft nur Abwandlungen oder Kombinationen von Althergebrachtem, begrenzt lediglich durch den Einfallsreichtum in der Vertragsgestaltung. Im Folgenden sei der Begriff Finanzinnovation daher auf Finanzprodukt-Innovationen beschränkt.]Derivative Finanzinstrumente lassen sich nach allseits akzeptiertem Rechtsverständnis kennzeichnen als Termingeschäfte, deren Wert* sich in eindeutig bestimmbarer Weise ableitet von einem bereits vorliegenden originären Marktwert ("Derivativgeschäft"). Begründet werden Termingeschäfte durch wechselseitige Übereinkunft zweier Vertragsparteien über den Kauf bzw. Verkauf eines qualitativ und quantitativ genau bestimmten Vertragsgegenstandes, .[* Es sei bereits hier darauf hingewiesen, dass der methodische Ansatz zur Wertbestimmung von Derivaten überwiegend auf Arbitrageüberlegungen beruht.]Aufgrund der Vielzahl und der Komplexität von Finanzderivaten scheint es schier unmöglich, diese allein nach abstrakten Kriterien kennzeichnen zu wollen. Einen ersten Eindruck von der Weitflächigkeit der Erscheinungsformen derivativer Finanzinstrumente vermittelt die folgende Auflistung allein der bedeutendsten Derivate ("core derivatives"): Derivative Instrumente (oder kurz: Derivate; engl.: "derivative financial instruments") umfassen danach schwergewichtig Vertragsformen, wie Futures (Terminkontraktgeschäfte), Forwards (die klassischen Termingeschäfte einschließlich "forward rate agreements, FRA"), Optionen und Swaps und daneben Caps, Floors, Collars und Swaptions. Der Name "derivativ" (lateinisch von derivare, »ableiten«) deutet bereits darauf hin, dass der Kurs bzw. Wert von Finanzderivaten grundsätzlich von der Wertentwicklung eines zugrunde liegenden, bereits etablierten Marktgegenstandes ("underlying asset") abhängt ("contingent claims")rivate Instrumente entstehen in Terminmärkten. Terminmärkte zählen zu den Zukunftsmärkten, welche sich mit den Spot- und Kassamärkten wechselseitig ergänzen. Terminmärkte existieren, weil wirtschaftliche Unsicherheiten unvermeidbar sind und Menschen auch bei gleichem öffentlich zugänglichen Wissen unterschiedliche Erwartungen bilden.Das Grundprinzip derivativer Instrumente – Festlegung des Vertrages jetzt, Erfüllung später – ist in dieser Eigenschaft keine Errungenschaft vorgeschrittener Finanzmärkte heutiger Prägung. Vielmehr reicht der Ursprung derivativer Finanzinstrumente weit zurück bis tief in die Antike, wo Phönizier bereits vor gut 500 Jahren regelmäßig Termingeschäfte auf Ernten und später als Seeversicherung auch auf Schiffsladungen und auf andere wichtige Handelsgüter abschlossen, um mit deren Hilfe der Unsicherheit besser Herr zu werden.Die eigentliche Triebkraft für den weltweiten Siegeszug von Finanzderivaten an den internationalen Terminmärkten ist in erster Linie zurückzuführen auf den Wunsch zahlreicher global operierender Institutionen und multinationaler Unternehmungen nach wirksamen Sicherungsinstrumenten angesichts von überbordenden Preisrisiken, deren Ursache vor allem in den merklich gestiegenen Volatilitäten in und zwischen den verschiedenen Güter- und Finanzmärkten liegt. In der Folge haben Finanzderivate, wie Futures oder "traded options", in den vergangenen drei Dekaden durch eine geradezu explosionsartige Zunahme des Umsatzvolumens an den weltweiten Börsenplätzen eine überragende Bedeutung erlangt, die in absehbarer Zukunft sogar noch weiter steigen dürfte.Aber nicht minder bedeutend erscheinen hier die eher als traditionell eingestuften, individuell ausgehandelten Devisentermingeschäfte ebenso wie daneben die breite Palette von Zins- und Währungs-Swaps sowie seit nicht allzu langer Zeit die Kreditderivate. Eine Vielzahl von weiteren optionsähnlichen, nicht standardisierten Produkten, wie Caps, Floors, Collars, Swaptions etc., die professionell und meist auch in großen Volumina von Finanzmanagern angesehener Kapitalanlagegesellschaften, Banken, Versicherungen, Investmentfonds sowie international ausgerichteter Konzerne und dazu von vielen ambitionierten Vermögensverwaltern anderer Kapitalsammelstellen an den Börsen vorbei in den sogenannten "Over-the-Counter"-Märkten (OTC) gehandelt werden, runden hierbei das Bild ab. Darüber hinaus trifft man im Rahmen von Obligations- oder Aktienemissionen namhafter Unternehmungen nicht selten auf Finanzderivate als einen zentralen Bestandteil ihrer Finanzierungspolitikr Preis (Kurs, "Terminpreis") von derivativen Finanzinstrumenten in ihrer Grundform orientiert sich regelmäßig an den Preisen bekannter, ihnen zugrunde liegender und bereits im Termin- oder Kassamarkt gehandelter (primärer) Werte: Eine Aktienoption etwa ist ein derivatives Instrument, dessen Preis (Optionsprämie) vom Börsenkurs einer bestimmten ihm zugrunde liegenden Aktiengattung abhängt. Preise und Werte derivativer Instrumente können sich aber auch von vielen anderen verifizierbaren Basisgrößen ableiten, wie beispielsweise von Preisen von bestimmten Welthandelswaren ("commodities"), Devisenkursen, Referenzzinssätzen, Indices etc. bis hin zu Mengen an Schadstoffemissionen oder gar Wetterdaten.Charakteristisch für Finanzderivate ist, dass kleine Wertänderungen des zugrunde liegenden Marktgegenstandes genügen, um relativ große Wertänderungen beim darauf gehandelten derivativen Instrument auszulösen. Die Tatsache, dass der Preis eines Derivats sich dabei stets im Verhältnis eines bestimmten Vielfachen zur Entwicklung seines Basiswertes bewegt (Hebel- oder Leverage-Effekt), gibt den eigentlichen Anreiz zum spekulativen Handel mit derivativen Instrumenten. Wegen der damit verbunden hohen Gewinnchancen selbst bei nur geringfügigen Kursänderungen vermag der glücklich arbitrierender Händler nämlich mit vergleichsweise geringem Geldeinsatz kurzfristig an Erfolg versprechenden Perspektiven des Börsengeschehens zu partizipieren (Trading). Als Kehrseite der Hebelwirkung erhebt sich aus Börsentermingeschäften jedes Mal ein entsprechend hoch angesetztes Verlustrisiko, da nicht allein positive, sondern auch negative Wertentwicklungen überproportional in ihr zum Ausdruck kommen.Mit der Anwendung zu Spekulationszwecken in steigenden wie in fallenden Marktphasen ist der Nutzinhalt derivativer Instrumente jedoch keineswegs erschöpft. Neben der Ausnutzung von Preisungleichgewichten (Arbitrage) und zur Spekulation eignen sie sich nämlich im Besonderen zur Absicherung gegenüber spezifischen Preis- bzw. Kursrisiken (Hedging). Denn nicht von ungefähr spiegelt sich in der effizienten, kostengünstigen, transparenten und dabei relativ unkomplizierten Einsatzmöglichkeit als Kurssicherungsinstrument nach wie vor die zentrale wirtschaftliche Bedeutung derivativer Finanzinstrumente wider.Doch ebenso, wie die Fülle und Verschiedenartigkeit von Finanzierungstiteln bei den einzelnen Handelsobjekten, so unterschiedlich sind auch die Motivationen und Risikoneigungen unter den Akteuren in den Finanzmärkten verteilt. Trotz dieser verschiedenartigen Interessenlagen Einzelner lassen sich nach dem Transaktionsmotiv gemeinhin drei Kategorien von Marktteilnehmern unterschieden: Spekulanten, Hedger und Arbitrageure. Dieser Sprachregelung wird auf den folgenden Seiten weitgehend gefolgt.Siehe auch:Anspruch und Ziel dieser SeitenZweck von ist es, Handelsgrundlagen und -techniken von Kapitalanlagen mit dem Schwerpunkt "Derivative Finanzmarktinstrumente" dem geneigten Leser in verständlicher Sprache greifbar zu machen. Die hier vorgestellten Themen mögen gleichermaßen dem Anfänger als auch dem Fortgeschrittenen auf dem Gebiet der Börsen und Finanzen interessante, bisweilen auch überraschende Hintergründe und Einsichten in Detailfragen des Aktien- und Terminhandels aufzeigen. Natürlich sind die folgenden Seiten ebenso offen und geeignet für all jene, die an Finanzinvestitionen ein privates Interesse finden, vorhandene Kenntnisse ausbauen möchten oder aber eine berufliche Tätigkeit im Bereich Börsenhandel bzw. Portfoliomanagement anstreben. Mein Hauptaugenmerk habe ich darauf gerichtet, Besuchern dieser Seiten Zusammenhänge der Börsenwelt zu verdeutlichen und Anstöße zu geben, die dargebotenen Ausführungen mit eigenständigem, kritischem Denken zu begleiten. Darüber hinaus sollen klare Einsichten in zum Teil verwickelte Erscheinungen von Finanzmärkten geliefert werden, die berufen sind, nicht nur mancherlei sachliche Unklarheiten über finanzwirtschaftliche Sachverhalte und Fachbegriffe auszuräumen, sondern auch weit reichende Fehleinschätzungen an den Märkten zu vermeiden. Weiterhin ist daran gedacht, Ordnung in die Vielfalt der Bezeichnungsweisen börslicher Fachbegriffe zu bringen, um möglichst wenig Denkfehlern Raum zu lassen, die allein auf mehrdeutig genutzten Begriffen beruhen. Bei der Gestaltung der einzelnen Themenbereiche habe ich daher besonderen Wert auf begriffliche Sorgfalt gelegt. Gängige internationale Bezeichnungen habe ich mit aufgeführt. Der Anschaulichkeit halber wurden komplizierte theoretische Sachverhalte zudem durch praxisrelevante Beispiele leicht verständlich erläutert. Anders als manch andere populäre Börsenseite im Internet als auch weite Bereiche des Schrifttums, die diesem Thema breiten Raum gewähren, habe ich geflissentlich auf den vielfach übersteigerten und zum Teil unreflektierten Gebrauch formallogischer, mathematisch-statistischer Methoden wie auch auf die Darstellung ausgefeilter "chart-technischer Analysen" verzichtet. Vielmehr sollen Phänomene aus der Welt der Börsen und Finanzen durch fundiertes, anwendungsbezogenes Hintergrundwissen und durch Erklärung des Geschehens dem Denken zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig soll der Blick für die Interpretation und Einordnung der Fülle täglicher Börsennachrichten und Kursdaten geschärft und somit letztlich auch für Sie persönlich ein Beitrag zu erfolgreichen Börsengeschäften geleistet werden. Futures sind für einen aktiven Handel wie geschaffen. Ein geregelter, flexibler und effizienter Börsenhandel in Futures ist freilich an gewisse Voraussetzungen gebunden. >>Als Hedgegeschäft (von engl. "to hedge", »sich mit einer Hecke abgrenzen; absichern gegen Risiken«) . . . >>Wie die Wirtschaftsgeschichte lehrt, unterliegen Wechselkurse zuweilen jähen und besonders heftigen Schwankungen. Dies ist in Systemen flexibler Wechselkurse . . . >>Das Management von Aktienportfolios im Allgemeinen und die Steuerung von Aktienkursrisiken im Besonderen beruhen weithin auf dem Einsatz von Futures . . . >>Alles rund um den Devisenhandel: Echtzeitkurse, die Währungen der Welt, Währungskürzel, Währungsumrechner . . . >>Die internationalen Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Jahren durch die Entwicklung von Finanzinnovationen radikal verändert. Wer sich heutzutage eifrig mit dem Thema Börse und Finanzen befasst, sieht sich unweigerlich mit einer schillernden Vielfalt an Anlageformen konfrontiert. Das Spektrum reicht hierbei angefangen von Stamm- und Vorzugsaktien herkömmlichen Stiles über verschiedenartige exotische Obligationen in dieser oder jener Währung, über Investmentfonds bis hin zu den Finanzderivaten, verkörpert durch "bedingte" und durch "unbedingte" Termingeschäfte. Hinzu treten facettenreich ausgestaltete Mischformen und Spielarten von Finanzderivaten in einer ungeheuren Gestaltungsfülle, wie sie unlängst Optionsscheine ("warrants") und sogenannte "strukturierte Finanzprodukte" ("Zertifikate"; Hebelprodukte etc. ) hervorbringen. Neue Einsichten der modernen Finanzierungsforschung und parallel damit die rasante Entwicklungsdynamik auf dem Gebiet der Finanzinnovationen* haben den Marktakteuren ein neues Betätigungsfeld eröffnet mit der Folge eines sprunghaft gestiegenen und noch stetig wachsenden Informationsbedarfs über die Anwendungsvoraussetzungen, Funktionen und Risiken, speziell bei den in Bezug auf Zahl und Komplexität kaum noch überschaubaren Finanzderivaten. Ziel muss es somit sein, den erhöhten Anforderungen heutiger als auch künftiger Finanzmärkte in ihrer gesamten Tragweite adäquat Rechnung zu tragen. [* Anmerkung: Der Gattungsname Finanzinnovation ist nicht immer angemessen. Bei den meisten Formen von Finanzinnovationen handelt es sich nämlich nicht um neue Entdeckungen oder Erfindungen von weittragender Bedeutung. Tatsächlich verkörpern dieselben oft nur Abwandlungen oder Kombinationen von Althergebrachtem, begrenzt lediglich durch den Einfallsreichtum in der Vertragsgestaltung. Im Folgenden sei der Begriff Finanzinnovation daher auf Finanzprodukt-Innovationen beschränkt. ]Derivative Finanzinstrumente lassen sich nach allseits akzeptiertem Rechtsverständnis kennzeichnen als Termingeschäfte, deren Wert* sich in eindeutig bestimmbarer Weise ableitet von einem bereits vorliegenden originären Marktwert ("Derivativgeschäft"). Begründet werden Termingeschäfte durch wechselseitige Übereinkunft zweier Vertragsparteien über den Kauf bzw. Verkauf eines qualitativ und quantitativ genau bestimmten Vertragsgegenstandes, . [* Es sei bereits hier darauf hingewiesen, dass der methodische Ansatz zur Wertbestimmung von Derivaten überwiegend auf Arbitrageüberlegungen beruht. ]Aufgrund der Vielzahl und der Komplexität von Finanzderivaten scheint es schier unmöglich, diese allein nach abstrakten Kriterien kennzeichnen zu wollen. Einen ersten Eindruck von der Weitflächigkeit der Erscheinungsformen derivativer Finanzinstrumente vermittelt die folgende Auflistung allein der bedeutendsten Derivate ("core derivatives"): Derivative Instrumente (oder kurz: Derivate; engl. : "derivative financial instruments") umfassen danach schwergewichtig Vertragsformen, wie Futures (Terminkontraktgeschäfte), Forwards (die klassischen Termingeschäfte einschließlich "forward rate agreements, FRA"), Optionen und Swaps und daneben Caps, Floors, Collars und Swaptions. Der Name "derivativ" (lateinisch von derivare, »ableiten«) deutet bereits darauf hin, dass der Kurs bzw. Wert von Finanzderivaten grundsätzlich von der Wertentwicklung eines zugrunde liegenden, bereits etablierten Marktgegenstandes ("underlying asset") abhängt ("contingent claims")rivate Instrumente entstehen in Terminmärkten. Terminmärkte zählen zu den Zukunftsmärkten, welche sich mit den Spot- und Kassamärkten wechselseitig ergänzen. Terminmärkte existieren, weil wirtschaftliche Unsicherheiten unvermeidbar sind und Menschen auch bei gleichem öffentlich zugänglichen Wissen unterschiedliche Erwartungen bilden. Das Grundprinzip derivativer Instrumente – Festlegung des Vertrages jetzt, Erfüllung später – ist in dieser Eigenschaft keine Errungenschaft vorgeschrittener Finanzmärkte heutiger Prägung. Vielmehr reicht der Ursprung derivativer Finanzinstrumente weit zurück bis tief in die Antike, wo Phönizier bereits vor gut 500 Jahren regelmäßig Termingeschäfte auf Ernten und später als Seeversicherung auch auf Schiffsladungen und auf andere wichtige Handelsgüter abschlossen, um mit deren Hilfe der Unsicherheit besser Herr zu werden. Die eigentliche Triebkraft für den weltweiten Siegeszug von Finanzderivaten an den internationalen Terminmärkten ist in erster Linie zurückzuführen auf den Wunsch zahlreicher global operierender Institutionen und multinationaler Unternehmungen nach wirksamen Sicherungsinstrumenten angesichts von überbordenden Preisrisiken, deren Ursache vor allem in den merklich gestiegenen Volatilitäten in und zwischen den verschiedenen Güter- und Finanzmärkten liegt. In der Folge haben Finanzderivate, wie Futures oder "traded options", in den vergangenen drei Dekaden durch eine geradezu explosionsartige Zunahme des Umsatzvolumens an den weltweiten Börsenplätzen eine überragende Bedeutung erlangt, die in absehbarer Zukunft sogar noch weiter steigen dürfte. Aber nicht minder bedeutend erscheinen hier die eher als traditionell eingestuften, individuell ausgehandelten Devisentermingeschäfte ebenso wie daneben die breite Palette von Zins- und Währungs-Swaps sowie seit nicht allzu langer Zeit die Kreditderivate. Eine Vielzahl von weiteren optionsähnlichen, nicht standardisierten Produkten, wie Caps, Floors, Collars, Swaptions etc. , die professionell und meist auch in großen Volumina von Finanzmanagern angesehener Kapitalanlagegesellschaften, Banken, Versicherungen, Investmentfonds sowie international ausgerichteter Konzerne und dazu von vielen ambitionierten Vermögensverwaltern anderer Kapitalsammelstellen an den Börsen vorbei in den sogenannten "Over-the-Counter"-Märkten (OTC) gehandelt werden, runden hierbei das Bild ab. Darüber hinaus trifft man im Rahmen von Obligations- oder Aktienemissionen namhafter Unternehmungen nicht selten auf Finanzderivate als einen zentralen Bestandteil ihrer Finanzierungspolitikr Preis (Kurs, "Terminpreis") von derivativen Finanzinstrumenten in ihrer Grundform orientiert sich regelmäßig an den Preisen bekannter, ihnen zugrunde liegender und bereits im Termin- oder Kassamarkt gehandelter (primärer) Werte: Eine Aktienoption etwa ist ein derivatives Instrument, dessen Preis (Optionsprämie) vom Börsenkurs einer bestimmten ihm zugrunde liegenden Aktiengattung abhängt. Preise und Werte derivativer Instrumente können sich aber auch von vielen anderen verifizierbaren Basisgrößen ableiten, wie beispielsweise von Preisen von bestimmten Welthandelswaren ("commodities"), Devisenkursen, Referenzzinssätzen, Indices etc. bis hin zu Mengen an Schadstoffemissionen oder gar Wetterdaten. Charakteristisch für Finanzderivate ist, dass kleine Wertänderungen des zugrunde liegenden Marktgegenstandes genügen, um relativ große Wertänderungen beim darauf gehandelten derivativen Instrument auszulösen. Die Tatsache, dass der Preis eines Derivats sich dabei stets im Verhältnis eines bestimmten Vielfachen zur Entwicklung seines Basiswertes bewegt (Hebel- oder Leverage-Effekt), gibt den eigentlichen Anreiz zum spekulativen Handel mit derivativen Instrumenten. Wegen der damit verbunden hohen Gewinnchancen selbst bei nur geringfügigen Kursänderungen vermag der glücklich arbitrierender Händler nämlich mit vergleichsweise geringem Geldeinsatz kurzfristig an Erfolg versprechenden Perspektiven des Börsengeschehens zu partizipieren (Trading). Als Kehrseite der Hebelwirkung erhebt sich aus Börsentermingeschäften jedes Mal ein entsprechend hoch angesetztes Verlustrisiko, da nicht allein positive, sondern auch negative Wertentwicklungen überproportional in ihr zum Ausdruck kommen. Mit der Anwendung zu Spekulationszwecken in steigenden wie in fallenden Marktphasen ist der Nutzinhalt derivativer Instrumente jedoch keineswegs erschöpft. Neben der Ausnutzung von Preisungleichgewichten (Arbitrage) und zur Spekulation eignen sie sich nämlich im Besonderen zur Absicherung gegenüber spezifischen Preis- bzw. Kursrisiken (Hedging). Denn nicht von ungefähr spiegelt sich in der effizienten, kostengünstigen, transparenten und dabei relativ unkomplizierten Einsatzmöglichkeit als Kurssicherungsinstrument nach wie vor die zentrale wirtschaftliche Bedeutung derivativer Finanzinstrumente wider. Doch ebenso, wie die Fülle und Verschiedenartigkeit von Finanzierungstiteln bei den einzelnen Handelsobjekten, so unterschiedlich sind auch die Motivationen und Risikoneigungen unter den Akteuren in den Finanzmärkten verteilt. Trotz dieser verschiedenartigen Interessenlagen Einzelner lassen sich nach dem Transaktionsmotiv gemeinhin drei Kategorien von Marktteilnehmern unterschieden: Spekulanten, Hedger und Arbitrageure. Dieser Sprachregelung wird auf den folgenden Seiten weitgehend gefolgt. Siehe auch:.

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